Weihnachtsgruß aus Wien 2014: Herbergssuche einst und jetzt

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Die Peterskirche in Wien zur Weihnachtszeit (Foto: Sylvia Kreye, Dezember 2012)
 
Der Wiener Stephansdom zur Weihnachtszeit (Foto: Sylvia Kreye, Dezember 2012)
Es ist Weihnachten, der Herbst ist vergangen,
es ist Winter, der Himmel oft wolkenverhangen!
Da kann man wohl nur in der Stube verweilen,
drum schreibe und dichte ich diese Verse und Zeilen!

Und wie schon so oft zur Geisterstund’
spricht aus mir wieder der Dichtermund!
Während ich so schreibe an diesem Gedicht,
kocht so mancher schon das Festtagsgericht.

Nun sitz' ich hier in meinem Nest,
denn heute ist das Weihnachtsfest!
Hell erleuchtet sind Fenster und Straßen,
festlich erstrahlen alle Plätze und Gassen.

Das Jahr geht zu Ende, verging wie im Nu –
die Menschen kommen wohl niemals zur Ruh'!
Es wird gewühlt und fleißig gewuselt,
überall wird man berieselt, beduselt!

Um nicht den wahren Klängen zu lauschen,
soll der Mensch am Konsum sich berauschen.
Während das Weihnachtsgeschäft boomt und rennt,
der Mensch wohl kaum noch das Wahre erkennt!

Hamsterrad und ständige Erreichbarkeit
gehören wohl zu den Geißeln unserer Zeit:
Smartphone, I-Phone, Handy & Co.
begleiten uns sogar bei Tisch und am Klo!

Doch niedrige Löhne und steigende Kosten
lassen nun allseits den Aufschwung verrosten.
Und bei den weihnachtlich gesalzenen Preisen
vergeht einem sehr schnell die Lust am Reisen!

Während die Mächtigen am Kaviar nippen,
bebt das System und ist kurz vor dem Kippen!
Und so wird bei Wein, Champagner und Schnaps
der Boden bereitet für den nächsten Kollaps!

Zwischen Arm und Reich klafft eine Schlucht,
ganze Völker sind schon auf der Flucht!
Verfolgte Moslems, Jesiden und Christen
müssen in Lagern ihr Dasein nun fristen!

Weil Terroristen sie verfolgen, verfluchen,
müssen sie sich eine Herberge nun suchen -
wie’s damals mit Maria und Josef geschah,
in jener Nacht, als Maria das Christkind gebar.

Aus dem Radio tönt leise Weihnachtsmusik -
doch in fernem Land, da wütet der Krieg!
Dort zeigt der Terror seine teuflische Fratze -
lacht sich ins Fäustchen, poliert sich die Glatze!

Was das neue Jahr uns wohl bringen mag?
Niemand von uns dies zu wähnen vermag.
Können die Menschen auf Erden hienieden
wohl endlich mal finden Ruhe und Frieden?

Lässt der Urknall sich doch noch verhindern?
Lassen Armut, Not und Krankheit sich lindern?
Werden Terror und Tod die Menschen verderben?
Liegt bald uns’re Erde in Schutt und in Scherben?

Möge Gott auch denen eine Herberge nun geben,
die dem Terror entflohn in Sehnsucht nach Leben!
Möge Gott den ersehnten Frieden uns schenken
und auch in Zukunft unsere Wege stets lenken.

Drum will ich mich aufs Wesentliche beschränken,
nicht länger grübeln, noch an Belastendes denken!
Nun wünsch’ ich euch allen ein frohes Fest
in eurem gemütlichen warmen Nest!

Möge sich erfüllen so manch guter Wunsch
bei eurem Weihnachtsmahl mit heißem Punsch!
Bei einem Glas Wein und einem leckeren Essen
kann man die Sorgen des Alltags vergessen.

Egal, was auch immer geschieht und geschah –
ich wünsch’ euch allen ein gutes Neues Jahr!
Möge es euch bescheren Gesundheit und Glück,
von Frieden und Freude ein beachtliches Stück!

FROHE WEIHNACHTEN UND EINEN GUTEN RUTSCH IN DAS JAHR 2015!
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3 Kommentare
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Hans-Jürgen Smula aus Gelsenkirchen | 24.12.2014 | 15:42  
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Sylvia Kreye aus Alpen | 24.12.2014 | 18:18  
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Annegret Freiberger aus Menden (Sauerland) | 26.12.2014 | 11:36  
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