Technikprobleme beim Schwimmbad der Bönninghardt-Schule

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Die Drei vom leeren Schwimmbecken (v.li.): Joachim Hesseling, Lothar Petrikowski und Helmut Czichy hoffen, dass die Pannenserie um das erneuerte Bad der Bönninghardt-Schule bald ein Ende hat.
Alpen: Bönninghardt-Schule |

Die Einladung vom Kreis Wesel verhieß interessant zu werden. Es ging um die Wiedereröffnung des Schwimmbades der Bönninghardt-Schule. Nachdem vor zwei Jahren Legionellen im Wasser festgestellt wurden, sollte jetzt das Ende der aufwändigen Neubaumaßnahmen verkündet werden.

Bönninghardt. Die Mienen, die Helmut Czichy aus dem Vorstand der Kreisverwaltung, Joachim Hesseling, der für den Kreis die Bauarbeiten begleitete und Schulleiter Lothar Petrikowski aufgesetzt hatten, verhießen jedoch nichts Gutes.
Gegen 6 Uhr morgens habe ihn der Anruf erreicht, dass das Becken leer gelaufen sei, so Joachim Hesseling. Sechs Wochen habe sich das Bad in einwandfreien Zustand befunden und dann das. Er vermutete ein undichtes Ventil. Die verantwortliche Firma aus Mülheim sei bereits verständigt worden.
Nicht das erste Missgeschick, das die Bauarbeiten an dem Bad beträchtlich verzögerten. Lothar Petrikowski spricht sogar von "Pleiten, Pech und Pannen".

Das Herzstück

Los ging es bereits mit der Ausschreibung der Bauarbeiten. Hier machte die brummende Konjunktur dem Kreis einen Strich durch die Rechnung. Niemand wollte die Arbeiten für die öffentliche Hand durchführen. Erst bei der zweiten Ausschreibung klappte es und eine Firma erhielt den Zuschlag.
Nachdem die Fachleute die Verrohrung an dem "Herzstück der Schule" zunächst nicht erneuern wollten, stellte sich heraus, dass sie undicht war. Also doch raus damit. "Bis auf ein Rohr", so Joachim Hesseling, "wurde die ganze, noch aus dem Jahr 1978 stammende Anlage ausgetauscht." Unter dem Strich kostete die Neubau-Maßnahme 300.000 Euro. Geld, das aus einem Investititionstopf des Landes kommt. Auch die Kessel aus Spanien konnten nicht so schnell geliefert werden, wie gewünscht. Das führte zu einer weiteren Verzögerung.
Neben den 170 Schülerinnen und Schülern der Bönninghardt-Schule nutzen Aktiv- und Gesundheitssport, die integrative Kindertagesstätte aus Alpsray, Seniorengruppen und viele Alpener und Sonsbecker die therapeutische Wirkung des 33 Grad warmen Wassers.
Nach den Verzögerungen kam jetzt endlich der große Augenblick. Das Wasser wurde in das Becken gelassen. Die Öffentlichkeit wurde informiert. Und dann war das Wasser über Nacht versickert.

Enttäuschung

Lothar Petrikowski musste seinen Schülern, die extra die Badehose eingepackt hatten, mitteilen: "tut mir leid, ist nicht!"
Helmut Czichy zeigte sich ebenfalls enttäuscht: "Es tut weh, wenn man so eine tolle Einrichtung hat und kann sie dann den Kindern nicht zur Verfügung stellen." 

Hintergrund

170 Schüler besuchen derzeit die Förderschule in der Bönninghardt, damit ist die Schule am Rande ihrer Aufnahmemöglichkeiten.

 Das 15 mal 8 Meter große Schwimmbad mit Hubboden ist das einzige Bad, das der Kreis Wesel betreibt. 
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