Mitfahrerbänke im ländlichen Raum - Chancen und Gefahren

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Alpen: Alpen | Alpen und Menzelen am linken Niederrhein sind nicht die ersten Gemeinden, welche die Idee der so genannten Mitfahrerbänke jetzt realisiert haben. Auf Initiative der FDP ist die Idee in die politischen Gremien der beiden Gemeinden getragen und für gut befunden worden.

Aber was sind eigentlich Mitfahrerbänke?

Es sind quasi Stationen eines nicht-öffentlichen Nahverkehrs, bei dem die Transportmittel Privatautos sind. Das Mitfahrsystem soll den öffentlichen Nahverkehr ergänzen.

Beispiel: Jemand will von Alpen nach Menzelen, verfügt aber über keinen Pkw. Also begibt er sich zur Mitfahrerbank an der Ulrichstraße auf Höhe der alten Post. Er setzt sich auf die nun aufgestellte rustikale Sitzbank, auf deren Rückenlehne in großen Lettern der Schriftzug "Mitfahrerbank" prangt. Damit signalisiert er, mitgenommen werden zu wollen. Schon kurz darauf, so die Spekulation, hält ein Auto, womöglich mit einem Bekannten am Steuer, und nimmt den Mitfahrwilligen mit. An der Mitfahrerbank Menzelnen-West (Schulstraße) oder an der Endstation am Marienhäuschen Menzelnen-Ost steigt er dann aus. Und der Weg zurück kann auf gleiche Weise zurückgelegt werden.

Da die Mitfahrerbänke keine Erfindung der Alpener und Menzelner sind, können die Verantwortlichen schon auf viele gute Erfahrungen aus anderen Orten des ländlichen Raums zurückgreifen.

Aber Vorsicht! Man sollte nicht in jedes Auto einsteigen in der trügerischen Annahme, es handele sich um eine kommunale Verkehrsverbindung. Gesundes Misstrauen ist angebracht. Bislang ist wohl noch nichts passiert, aber kann man ausschließen, dass jemand Böses im Schilde führt?
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2 Kommentare
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Henry Sten aus Emmerich am Rhein | 19.04.2017 | 20:09  
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Volker Dau aus Bochum | 28.04.2017 | 09:20  
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