"Zwockel" vom Aus bedroht

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Die im Pfarrheim St. Johannes Baptist Neheim beheimatete „Zwockelgruppe“ muss umziehen. Zwar kann die Gruppe noch bis Ende Dezember im Pfarrheim bleiben. Doch was passiert dann? Einen neuen Raum hat sie noch nicht.
Arnsberg: Pfarrheim St. Johannes Baptist |

Seit 1995 hat sich die Elterninitiative Zwockel e.V. zu einer festen Institution in Neheim entwickelt. Ausgerechnet zum 20-jährigen Jubiläum droht ihr nun das Aus.


"Kinderbetreuung mit Herz und Verstand" heißt es auf dem gelben Info-Flyer der "Zwockelgruppe". Und dieser Satz ist nicht einfach so dahingeschrieben. Schon beim Betreten des Pfarrheims an der Neheimer Goethestraße spürt man, mit wie viele Liebe und Hingabe die beiden Gruppenleiterinnen Maria Blöink und Jutta Ditz für jedes "ihrer" Kinder übrig haben. "Unser Vorteil ist es natürlich, dass wir eine überschaubare Gruppe mit maximal zehn Kindern haben. So können wir uns viel intensiver mit den Kindern beschäftigen, als das beispielsweise in einem Kindergarten mit einer Gruppengröße von 25 Kindern möglich ist", erzählt Jutta Ditz, die die kleine Wilhelmine auf dem Arm hat, weil sie schlecht geschlafen hat und deshalb nicht so gut drauf ist.

In der Zwockelgruppe sind Kinder ab dem zweiten Lebensjahr von dienstags bis donnerstags zwischen 8.30 und 12 Uhr willkommen. Hier können sie im individuell gestalteten Gruppenraum spielen, basteln und toben. Zudem wird ihr soziales Verhalten gefördert, da sie erste Kontakte zu Gleichaltrigen aufnehmen und ein "Miteinander" erleben. Neben dem Gruppenraum kommt der große Garten des Pfarrheims hinzu.

Die Warteliste für die Gruppe ist lang und wird immer länger. Dabei ist noch immer noch klar, was nach dem Jahreswechsel passieren wird. Fest steht aktuell, dass die Zwockelgruppe ihren Raum noch bis zum 30. September behalten darf. Danach geht es übergangsweise bis zum 31. Dezember ins Erdgeschoss des Pfarrheim-Neubaus. Was danach passiert, steht in den Sternen.

"Wir haben inzwischen auch den Bürgermeister und das Erzbistum Paderborn informiert und erhoffen uns von dieser Seite Unterstützung", erzählt Maria Blöink, die auf eine baldige und vor allem positive Lösung für die Gruppe hofft. Die Leiterinnen wünschen sich einen mindestens 50 Quadratmeter großen Raum mit Toilette und im Idealfall einen Garten, der zum Spielen genutzt werden darf. "Wir wären aber auch über einen in der Nähe gelegenen Spielplatz glücklich", so Jutta Ditz.

Nach dem morgigen Donnerstag geht es erstmal bis zum 11. August in den Urlaub. Am 5. September steht dann das Jubiläumsfest mit Tombola an, zu dem alle ehemaligen Kinder und Eltern eingeladen sind. "Das größte und schönste Jubiläumsgeschenk wäre natürlich ein neuer Raum", gibt Jutta Ditz zu.

Die Betreuerinnen der Zwockelgruppe bitten daher: "Wer einen Raum in Neheim und Umgebung zur Verfügung stellen kann, möchte sich bitte bei uns melden!" Die Kontaktmöglichkeiten sind vielfältig. Egal, ob per E-Mail an zwockelgruppe@gmx.de, telefonisch bei Maria Blöink, 02932/38384 oder 0171/5793940 oder bei Jutta Ditz, 02938/4416 oder 0152/33571132, die Zwockelgruppe freut sich über jede Nachricht.

Sollte kein neuer Rum gefunden werden, bleibt der Elterninitiative Zwockel e.V. wohl nichts anderes übrig, als ihr Angebot einzustellen. Die Entwicklung, Freude und Begeisterung der Kinder beim Besuch der Spielgruppe und die positiven Erfahrungen beim späteren Kindergarteneintritt hätten dann ein trauriges Ende...

Weitere Infos zur Zwockelgruppe Neheim gibt es hier
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