Heizung mit Fördergeldern optimieren oder/und Brennstoffzellen nachrüsten Neues Programm des Bundes für mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor

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Arnsberg: Burgstraße |

Verbraucher profitieren jetzt von einem neuen Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: Mit 30 Prozent bezuschusst das Ministerium seit dem 1. August 2016 die Einbau- und Investitionskosten von Maßnahmen, die die Heizungsanlage eines Gebäudes energetisch optimieren.

Aktuell entfallen rund 35 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland auf den Gebäudesektor. Insbesondere bei der Wärmeversorgung von Gebäuden lässt sich die Energieeffizienz deutlich steigern.
Zu fast jeder Heizungsanlage gehört eine Heizungsumwälzpumpe. „Ein Großteil der eingesetzten Pumpen sind Stromfresser. In Ein- und Zweifamilienhäusern verursachen sie bis zu zehn Prozent des Haushaltsstromverbrauchs. Durch den Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe lassen sich davon bis zu zwischen 60 und 80 Prozent sparen“, weiß Dipl.-Ing. Carsten Peters, Energieberater der Verbraucherzentrale in Arnsberg. Auch die Warmwasserverteilung im Heizkreislauf lasse sich oftmals verbessern, erklärt der Energieexperte. „Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass sich das Wasser und damit die Wärme im Gebäude ideal verteilt. Die Kombination aus Pumpentausch und hydraulischem Abgleich führt zum bestmöglichen Ergebnis.“
Für genau solche Investitionen stellt das Ministerium nun Fördergelder bereit. Konkret gibt es die Zuschüsse für den Ersatz von Heizungsumwälz- und Warmwasserzirkulationspumpen, die älter als zwei Jahre sind. „Eine Liste der förderfähigen Hocheffizienzpumpen ist auf der Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle veröffentlicht“, sagt Peters. Die Internetadresse lautet: www.bafa.de/bafa/de/energie/heizungsoptimierung. Neben dem hydraulischen Abgleich sind weitere Maßnahmen förderfähig, die dafür sorgen, dass das Gebäude effizienter beheizt wird. Dies können zum Beispiel die Installation von voreinstellbaren Thermostatventilen oder eines Pufferspeichers und/oder die optimale Einstellung der Heizkurve sein.
Die wichtigsten Informationen zum Förderprogramm sind ebenfalls auf der Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zusammengefasst.

Dort findet sich auch der Förderantrag. Das Programm ist bis zum Jahr 2020 befristet und umfasst ein Fördervolumen von insgesamt circa 1,9 Milliarden Euro.

Neben dem Förderprogramm zur Heizungsoptimierung startet im August 2016 ein weiteres neues Programm für stationäre Brennstoffzellen-Heizungen, das ebenfalls zu mehr Energieeffizienz im Gebäudesektor beitragen soll. Wer sich für diese neue hocheffiziente Technik entscheidet, kann bei der KfW-Bank Zuschüsse bis zu 40 % erhalten. Mit Brennstoffzellen wird aus Erd- oder Biogas elektrochemisch Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme wird zum Heizen und für die Warmwasserbereitung genutzt. Ein zusätzlicher Wärmeerzeuger wird jedoch weiterhin benötigt. Der Strom wird im Haushalt selbst verbraucht oder in das Stromnetz eingespeist, erklärt der Energieexperte. Die Beantragung ist ab Dezember 2016 bei der KfW-Bank im Förderprogramm 433 möglich. Wer schon früher eine Brennstoffzelle einbauen will, kann sich die Zuschüsse bereits reservieren lassen. Weitere Informationen sind unter der folgenden Internetadresse erhältlich: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihr Gebäude energetisch fit machen und welche weiteren Fördermöglichkeiten es gibt: Die Energie-Experten der Verbraucherzentrale kommen für eine Energieberatung auch zu Ihnen nach Hause. Gefördert wird die Beratung von der Stadt Arnsberg, vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Die 90-minütige „Energieberatung bei Ihnen zu Hause“ kostet daher nur 60 Euro und kann telefonisch unter 02932 / 5109705 oder an der Hotline unter 0211 / 33 996 555 sowie im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung gebucht werden. Die Beratungsstelle Arnsberg in der Burgstraße 5 nimmt natürlich auch Terminanfragen entgegen.
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