Himmel & Hölle

Anzeige
Der Mensch lebt in dem Spannungsbogen zwischen Geburt und Tod. Tag und Nacht. Sommer und Winter. So werden „Anfang“ und „Ende“ zu einem Synonym der Zeit, die sich wie eine Endlosspirale fortsetzt.
Im Angesicht des Todes ist das Leben von sinnloser Kürze. Und doch bekommt das Leben durch dieses Wissen erst seinen absoluten Sinn.
Aber im Rahmen der Phylogenese haben wir gelernt, dass wir nur dann überleben, wenn wir unseren Verstand einsetzen und Fragen stellen nach dem:
Warum? Wieso? Weshalb?
Nur so können wir, zerrissen wie wir sind, versuchen die Natur zu überlisten.
Da aber kein Mensch diese Fragen endgültig beantworten kann, sehnen wir uns nach "Transzendenz" und möchten jedem Gott glauben, der da behauptet:
Das eigentliche Leben beginne erst nach dem Tod.
Aber der Alltags- Philosoph fragt sich immer noch:
Wer aber bin ich? Und wie könnte ich sein?
Das kann ich Ihnen auch nicht beantworten. Auch ich bin nur ein Gast auf Erden und habe Papiere wie ein Hund.
Gut, mein Stammbaum ist übersichtlich, aber ich zahle immerhin bar, denn ich kann Checkkarten nicht leiden.
Im Übrigen lebe ich in einer vertrauten Umgebung wie eine Romanfigur, die ich mit Worten zum Leben erwecke. In diesem Roman bin ich Zuschauer und Protagonist zugleich.
Hinter den Kulissen aber begleite ich diese Figur und illuminiere ihren Alltag wie ein Feuerwerk. Da kann man schon sprachlos werden, wenn man in den Himmel schaut und in die Finsternis blickt.
Aber wie könnte ich sonst Himmel und Hölle erleben?
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.