Humor als Ausdruck jüdischen Lebens

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„Scherz, Satire, Ironie“ Humor als Ausdruck jüdischen Lebens.

Gedenken an den 9.November 1938 am Sonntag, 9. November 2014, 17.00 Uhr in der ehemaligen jüdischen Synagoge, Mendener Straße in Arnsberg-Neheim.

Die Veranstaltergemeinschaft `Gedenken 9.11.38´ hat nach den Kranzniederlegungen an den jüdischen Gedenkstätten um 17 Uhr in die ehemalige Synagoge an der Mendener Straße zur Veranstaltung "Scherz, Satire, Ironie - Humor als Ausdruck jüdischen Lebens" eingeladen.

Humor setzt sich kritisch mit religiösen, politischen und sozialen Themen, mit dem freudigen Leben, aber auch mit dem tragischen Schicksal der Juden auseinander.

Nach den einführenden Worten von Dr. Dr. Wolfgang Bürsgens "Was ist jüdischer Humor?" hören wir Lesungen aus Werken von Ephraim Kishon, Kurt Tucholsky, Franz Kafka, Heinrich Heine und Martin Buber, in denen wunderbare Beispiele jüdischen Humors vorgestellt werden.

So schmunzeln wir über Ephraim Kishons Satire "Die Russen kommen" oder staunen über Kurt Tucholskys "Hitler und Goethe. Ein Schulaufsatz", der gekonnt vom jungen Andreas Pröpper vorgetragen wird. Auch Heinrich Heines Kurzgeschichten "Das Fräulein stand am Meer" und
"Sie saßen und tranken am Teetisch", die von Charlotte Neitze-Roßkothen poentiert inszeniert werden, bewegen uns. Gabriele Schüttelhöfer wagt sich an Franz Kafka "Die Verwandlung" aus dem Jahr 1912 heran. Gedankenverloren lauschen wir ihren Worten. Bider entstehen in unseren Köpfen.

Hintergründe und biografische Daten der Dichter und Denker jüdischen Glaubens erläutern Thomas Bertram, Dr, Udo Arnoldi und Bernd Schüttelhöfer.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch den Kantor Hartwig Diehl. Er spielt Stücke aus dem Film Exodus, aus Anatevka und interpretiert Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Gedenkfeier „Scherz, Satire, Ironie - Humor als Ausdruck jüdischen Leben" ist eine Symbiose zwischen literarischen und musikalischen Meisterwerken. Sie wird getragen von Wertschätzung. Haltung und Repekt. Gelungen!

Die vielen Gäste dankten den Interpreten der Texte und Initiatoren der Veranstaltung mit lang anhaltendem Applaus. Wir alle sind beeindruckt und danken der Arbeitsgemeinschaft „Gedenken 9.11.38“ in Arnsberg für die würdevolle Gedenkfeier in der historischen Stätte jüdischen Glauben, der ehemaligen jüdischen Synagoge. Eine Kostprobe von Kurt Tucholsky "Hitler und Goethe. Ein Schulaufsatz" aus dem Jahr 1932 finden Sie hier: http://www.textlog.de/tucholsky-hitler-goethe.html
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3 Kommentare
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Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 09.11.2014 | 23:57  
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Marita Gerwin aus Arnsberg | 10.11.2014 | 00:26  
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Gabriele Bach aus Witten | 10.11.2014 | 08:34  
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