Dreikönigsempfang der Stadt Arnsberg: 2015 ist das Jahr der Aufbrüche

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Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Fa. Trilux sprach als Gastredner über die Zukunftsperspektiven des Lichts. Fotos: Albrecht
  Arnsberg: Arnsberg |

Arnsberg. Weiß auf Schwarz prangte der in diesen Tagen allen bekannte Leitsatz der Menschen in Frankreich und in der Welt auch auf der Bühne des Arnsberger Sauerland-Theaters: „Je suis Charlie“ war beim Dreikönigsempfang der Stadt ein Bekenntnis für die Unterstützung Frankreichs und mehr.

Deutlich und ganz bewusst hob Bürgermeister Hans-Josef Vogel bei seiner Rede zum neuen Jahr am Sonntagabend an, die „ersten neuen Arnsberger“ des Jahres 2015 zu begrüßen. Menschen aus Syrien und dem Kosovo, aber auch Kinder, die im Klinikum in den ersten Tagen das Licht der Welt erblickt hatten.

50 Prozent Menschen aus anderen Ländern mehr in Arnsberg


Vogel beschrieb, das 2014 etwa 50 Prozent mehr Menschen aus verschiedenen Ländern nach Arnsberg gekommen seien als noch 2013. „Zuwanderung und Integration sind vielfältig“, sagte Vogel. Längst schon reiche eine Unterscheidung der Ankömmlinge nach Herkunftsländern nicht mehr aus. Zukünftig müsse man alle Menschen erreichen, die zugewandert seien.

„Unterschiedliche Kulturen tragen zur Lebendigkeit unserer Stadt und zum Erfolg der Wirschaft bei“, so Vogel. Nicht nur bei Pflegepersonal oder bei den Ärzten lasse sich ihre Bedeutung in der Stadt Arnsberg erkennen. Diesbezüglich könnte die Stadt schon auf eine 50-jährige Integrationsgeschichte zurückblicken. Und ein Erfolg erfreue ihn besonders: Im Jahr 2014 habe es nach jüngsten Erhebungen mehr Zugänge als Abgänge aus der Stadt gegeben.

50-jährige Integrationsgeschichte


Vor den Vertretern aus Vereinen und Verbänden, Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie der Kirchen und gesellschaftlicher Gruppen dankte der Bürgermeister wieder allen, die sich für die Stadt und das Leben in ihr stark gemacht hatten. „Ich möchte allen Dank für alles sagen“, so Vogel. Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre Arnsberg nicht da, wo es jetzt steht.

Für das Jahr 2015 sieht Bürgermeister Vogel vor allem das von den Vereinten Nationen ausgerufene Jahr des Lichts unter dem Motto „Light for Change“ als maßgeblich für die Stadt. Mit dem Thema „Licht“ wolle man sich in diesem Jahr nicht nur auf der „Lichtwoche Sauerland“ beschäftigen, die ihren Schwerpunkt in Arnsberg habe.

Lichtwoche Sauerland 2015


Das neue Jahr stehe auch im Blick auf 40 Jahre kommunale Neugliederung. Aus der einstigen Patchwork-Familie Arnsberg, die durch den Zusammenschluss mehrere Städte und ihrer Ortsteile entstanden sei, seien längst wichtige Zeichen herausgekommen. Nicht nur das Freizeitbad NASS oder das Klinikum Arnsberg unterstreiche, dass man längst eine Stadt geworden sei. Schließlich könne man den Wandel der Zukunft auch nur gemeinsam bewältigen. Nach einem Jahr des Erinnerns 2014 sehe er 2015 als ein Jahr der Aufbrüche und Abbrüche. Das digitale Arnsberg entwickle sich über Freifunk und freies WLAN auf Plätzen und in Bussen. Arnsberg müsse sich angesichts der Anschläge in Frankreich alle Freiheiten bewahren. „Wir sind Charlie“, postulierte der Bürgermeister.

LED lange unterschätzt


Darüber, dass Arnsberg ohne Licht ärmer wäre, philosophierte nach einer musikalischen Pause der Bigband des Franz-Stock-Gymnasiums unter der Leitung von Antje Tetzlaff der Generalbevollmächtigte der Fa. Trilux, Michael Huber. „LED ist seit vielen Jahren das Zauberwort, aber wir haben es lange unterschätzt“, so Huber.

Anknüpfend an die Elektronikmesse in Las Vegas/USA ließ Huber in seinem Vortrag anschließend auch die Gäste des Dreikönigsempfangs erfahren, was mit Licht in der Zukunft möglich sei.

Biorhythmus des Menschen


So könne Licht in richtiger Abstimmung den Biorhythmus des Menschen positiv beeinflussen. Die Glühbirne sei einst eine große industrielle Revolution gewesen, aber nicht zukunftstauglich. Die Nutzung von LED habe enorme wirtschaftliche Auswirkungen.

So könnten bei intelligentem Einsatz rund 66 Prozent der Stromkosten in Privathaushalten eingespart werden. Vor allem beim kommunalen Stromverbrauch, der zu 40 Prozent über die Straßenbeleuchtung erfolge, gebe es ein großes Einsparpotential. „Unter ökologischen Gesichtspunkten bringen LED eine Kohlendioxideinsparung von 23 Millionen Tonnen im Jahr“, so Huber.

Ökologische Gesichtspunkte


Michael Huber erklärte ein Projekt, bei dem die Fa. Trilux im Ausland 400 Kommunen mit Licht vernetzte und so den Zugang zu WLAN ermögliche Außerdem habe man eine Gebäude des Fraunhofer Institutes mit einer speziellen Licht-Lösung versorgt. Was das Licht in Zukunft zu errechen vermag, dass ließ der Trilux-Generalbevollmächtigte im Anschluss von Tänzern und Technikern vorführen.

Interview von Bürge-Reporter Daniel Michael Gitzen
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