Drohung: 1.000 Schüler am Freitag vorzeitig ins Wochenende geschickt

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Arnsberg: Arnsberg |

Arnsberg. Nach einer Bombendrohung gegen die Realschule am Eichholz in Arnsberg sind am Freitagvormittag rund 1.000 Schülerinnen und Schüler vorzeitig ins Wochenende geschickt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Per E-Mail war die Drohung bei der Realschule eingegangen, die sich sofort mit der Polizei in Verbindung setzte. "Wir haben sofort reagiert", schildert Polizeipressesprecher Ludger Rath auf Anfrage von lokalkompass.de. Gemeinsam mit der Schulleitung der Realschule und der benachbarten Sekundarschule Arnsberg, die bereits Räume im Gebäude der Realschule nutzt, habe man sich entschieden: Rund 1.000 Kinder wurden nach Hause geschickt.

"Das ist kein schlechter Scherz!"


"Das ist kein schlechter Scherz", mahnt Rath. Schon die Androhung einer Straftat ist eine Straftat und wird als solche streng verfolgt. Das Kriminalkommissariat Arnsberg habe die Ermittlungen aufgenommen. "Und wir ermitteln mit allen Möglichkeiten, die uns die moderne Technik gibt", so Rath.

Eigentlich war die Drohung nur gegen die Realschule am Eichholz gerichtet, aber aufgrund der beiderseitigen Nutzung der Gebäude habe man sich entschlossen, auch die Sekundarschüler nach Hause zu schicken. Insgesamt 14 Beamte sind am Freitagmorgen zu den Schulen ausgerückt. Nach einer ersten Sichtung der Gebäude habe man, so Rath weiter, aber nichts Auffälliges entdecken können.

Die Tat eines Nachahmers?


War es ein Nachahmer? Die Polizei ist noch nicht sicher. Schon am Mittwoch dieser Woche waren abgeschwächte Drohungen gegen die Realschule sowie das Gymnasium Laurentianum eingegangen. In diesem Fall hatte man sich jedoch entschieden, dem E-Mail-Schreiber kein Forum zu geben und die Kinder im Unterricht zu belassen. Die Polizei war am Mittwoch trotzdem vor Ort, und die Kinder des Gymnasiums wurden nach Schulschluss mit einem Informationszettel nach Hause geschickt.

Die Polizei bliebt am Freitagvormittag mit noch mit einigen Kräften etwas länger an der Schule. Die weiteren Ermittlungen würden jetzt offen und verdeckt geführt, um den Absender der Drohung ausfindig zu machen.
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