Mehrere Mitarbeiter nach Verpuffung über Drehleiter gerettet

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Arnsberg: Perstorp Chemicals GmbH |

Erfolgreiche Großübung der Arnsberger Feuerwehr bei der Firma Perstorp

Bruchhausen. Das Werk Arnsberg der Perstorp Chemicals GmbH am Nachmittag des 11. Mai um 14:30 Uhr, das Thermometer zeigt 20 Grad: Zwei Werks-Mitarbeiter befinden sich in rund 25 Meter Höhe auf einer Arbeitsbühne und überprüfen eine sogenannte Destillationskolonne. Während dessen tritt abseits dieser Arbeiten an einer anderen Stelle der Anlage Methanol aus. Zwei weitere Mitarbeiter halten sich in der Nähe der Austrittsstelle des Methanols in einer Höhe von 8 Metern auf und führen dort Schleifarbeiten durch. Dadurch kommt es auf Grund des Funkenflugs zu einer Entzündung des Methanols. Hierbei erleidet einer der Mitarbeiter schwere Verbrennungen, der andere erleidet einen Schock und irrt auf der Bühne umher.

Mitarbeitern ist Fluchtweg abgeschnitten

Den beiden Mitarbeitern auf der höher gelegenen Arbeitsbühne ist der Fluchtweg versperrt - sie können sich nicht selbst in Sicherheit bringen. Sofort setzen sie Notrufe ab, wobei ein Mitarbeiter den Pförtner des Werks informiert und der andere die Rettungsleitstelle in Meschede über den Unfall in Kenntnis setzt. Zufällig werden zu diesem Zeitpunkt außerdem mehrere mit Chemikalien gefüllte Bahnkesselwagen auf das Werksgelände gefahren. Durch mehrere von der Unglücksstelle umherfliegende Metallsplitter wird einer der Kesselwagen beschädigt, und es tritt Gefahrgut aus.

Hauptaugenmerk liegt auf Rettung der Mitarbeiter

Zwischenzeitlich wurden die Betriebsfeuerwehr des Chemie-Werks sowie die Rettungskräfte aus der Stadt Arnsberg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten liegt das Hauptaugenmerk auf der Rettung der betroffenen Mitarbeiter mittels Drehleiter. Zeitgleich wird ein Löschangriff mit einem Wasserwerfer und mehreren Strahlrohren aufgebaut. Nach dem Eintreffen der ABC-Komponente des Löschzugs Neheim rüstet sich diese zudem umgehend mit Chemikalienschutzanzügen aus, um das Leck an dem Kesselwagen zu verschließen. Zu diesem Zeitpunkt hat sich auch der Werksbereitschaftsdienst an der Pforte eingefunden und den Werkskrisenstab informiert. Dieser übernimmt nun im Übungsverlauf gemeinsam mit der Einsatzleitung der Feuerwehr die Koordination der Menschrettung und der weiteren Gefahrenabwehrmaßnahmen.

Erfolgreiche Bewältigung der Übungslage festgestellt

Bei der anschließenden Manöverkritik konnten Werks-Krisenstab und Feuerwehr-Einsatzleitung eine routinierte und erfolgreiche Bewältigung der Übungslage durch die eingesetzten Kräfte feststellen. An der Übung beteiligt waren neben den Hauptwachen Neheim und Arnsberg und dem Basislöschzug 6 der Arnsberger Feuerwehr mit den Einheiten aus Bruchhausen und Niedereimer auch der Löschzug Arnsberg, die ABC-Komponente des Löschzugs Neheim sowie der Fernmeldedienst der Feuerwehr Arnsberg.
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