Senioren zeigen ihr Zuhause an der Ruhr ...

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Die Bewohner packen´s an! Gemeinsam, statt einsam geben sie "ihrem grünen Daumen" Freiraum und kümmern sich selbst um ihre Wohnanlage.
 
Eine große Wohngemeinschaft - mögliche Nähe, aber nötige Distanz!

... und geben Einblicke in ein außergewöhnliches Wohnprojekt

Die Seniorenwohnanlage auf der Hellefelder Straße in Arnsberg feiert zehnjähriges Jubiläum - und mit ihr der begleitende Verein "Gemeinsam - statt einsam". Zu diesem Anlass findet am Samstag, 06. Juni, zwischen 14 und 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Interessierte können sich an diesem Tag ein eigenes Bild vom Zusammenleben in der Wohnanlage machen!

Die Senioren-Wohnanlage besteht aus 30 Wohnungen zwischen 56 und 76 Quadratmetern, die von Alleinstehenden oder auch Ehepaaren bewohnt werden. Es handelt sich um so genannte Sozialwohnungen, die unter Vorlage eines Wohnberechtigungsscheins angemietet werden können.

Vertrauensvolles Konzept

Aufgrund der Abtretung des Belegungsrechts durch die Stadt Arnsberg an den betreuenden Verein, steht es dem Vorstand von "Gemeinsam - statt einsam" im Grunde frei, mit wem ein entsprechender Mietvertrag abgeschlossen wird. Das sei ein besonderes Recht, schildert Marita Gerwin, Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg, und ebenso einer der Erfolgsfaktoren für das gute Zusammenleben.

Kein Pflegeheim, sondern alternative Lebensform

In der Regel wohnen Menschen ab einem Alter von 55 Jahren in der Wohnanlage - der derzeit jüngste Bewohner sei jedoch 50 Jahre. Die älteste Bewohnerin ist 94 Jahre alt. "Es gibt keine Altersobergrenze - die Menschen können hier solange wohnen, wie es die gesundheitlichen Gegebenheiten zulassen", fügt Karola Clarke, Vorsitzende des Vereins "Gemeinsam - statt einsam", hinzu.

Wichtig ist die Tatsache, dass es sich bei diesem Projekt um eine "alternative Lebensform" handelt, eine Wohngemeinschaft - kein Pflegeheim! Daher könne sich der Verein zwar in die Freizeitgestaltung und Hilfestellung (Einkaufen etc.) einbinden, nicht jedoch in die Pflege. Externe Pflegedienste könnten natürlich hinzugezogen werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich auch, dass ab einem gewissen Grad einer möglichen Erkrankung (z.B. Demenz) ein Umzug in ein Pflegeheim nicht ausgeschlossen ist.

Selbständiges Miteinander - Nähe und Distanz

Die Menschen sind selbständig und kümmern sich zusammen um ihre Wohnanlage! Auch das sei einer der wichtigen Faktoren dafür, dass das Projekt nach wie vor so erfolgreich sei. Denn es gäbe keine Sozialarbeiter, Hausmeister oder sonstigen Angestellten - die Bewohner können sich zu 100 Prozent auf sich selbst und die ehrenamtlichen Mitarbeiter von "Gemeinsam - statt einsam" verlassen, die sich tagtäglich unterstützend um die Belange der Bewohner kümmern.

"Die Bewohner gärtnern miteinander, trinken Kaffee zusammen, feiern gemeinschaftlich - sie bilden ein gutes Miteinander! Aber eben nur soweit wie sie es selber wollen. Denn jeder kann auch die Tür hinter sich schließen!, erklärt Karola Clarke. Die Bewohner achten einfach auf sich, ohne sich zu kontrollieren. Nachbarschaftshilfe wird großgeschrieben - daher wird beispielsweise darauf geachtet, ob heraufgezogene Jalousien am Abend auch wieder heruntergelassen werden und so weiter.

Mitten im Leben

Die Lage ist naturverbunden und zentral zugleich! Denn die Wohnannlage liegt "nach vorne hin" nur wenige Meter von der Innenstadt Arnsbergs entfernt, zeigt jedoch "nach hinten hin" eine grüne Optik direkt an der Ruhr. Mit Blick auf die benachbarte Realschule und den auf der anderen Seite der Ruhr gelegenen Fußballplatz sind die Bewohner keinesfalls "abgeschottet" vom Leben!

Investor zum Greifen nah

All dies möglich gemacht hat der Arnsberger Geschäftsmann Thomas Flötotto, der als privater Investor zusammen mit seiner Ehefrau, Gertrud Flötotto, die Wohnanlage baute! Er selbst sieht sich nicht nur "als Investor aus der Ferne", sondern ebenfalls als Mitglied des "Gespanns". Dennoch ist ihm wichtig zu sagen: "Der Verein ist das Herzstück des Projekts - wenn diese Menschen nicht so engagiert rangehen würden, wäre die Wohnanlage bei Weitem nicht das, was sie heute ist: Ein Zukunftsmodell!"

Bundespräsident Gauck besuchte Wohnanlage

Dass die alternative Lebensform im Alter auf Interesse stößt, zeigt auch der Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck im März, der sich an diesem Tag ein eigenes Bild sowohl vom Konzept wie auch von der Praxis in der Senioren-Wohnanlage auf der Hellefelder Straße in Arnsberg machte.
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2 Kommentare
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Marita Gerwin aus Arnsberg | 31.05.2015 | 22:59  
2.564
Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 31.05.2015 | 23:55  
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