Welttag des Wasser wird für Kinder zum Erlebnis

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Für die Kinder aus der St. Michael-Schule in Neheim gab es am Weltwassertag (Freitag) viel im Wasserwerk Neheim zu erleben. Fotos: Albrecht
Neheim: Neheim |

Eigentlich sollte der Termin bei den Stadtwerken Arnsberg - konkret im Neheimer Wasserwerk - erst im April stattfinden. Der „Weltwassertag“ am gestrigen Freitag kam der UNICEF Arbeitsgruppe Sauerland sowie der Schule dann aber sehr gelegen dafür.

Gleich die halbe Michaelschule hatte sich gestern mit ihren Kindern auf den Weg zum Wasserwerk „Möhnebogen“ gemacht. „Wir haben kurzerhand unserern Wandertag auf den letzten Schultag vor den Osterferien gelegt“, erzählte Sonja Schulz, Klassenlehrerin der 4a.

Fast wie im Schichtbetrieb wurden die rund 150 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen von den Mitarbeitern des Kinderhilfswerkes UNICEF sowie denen der Stadtwerke Arnsberg in Empfang genommen. Insgesamt 6 Schulklassen sorgten von 8.30 bis etwa 13 Uhr für reges Treiben am Wasserwerk. Stunde um Stunde wieder neu.

Wasserwerk

„Das ist eine klasse Sache“, befand Lehrerin Schulz, „ich war selber noch nie in einem Wasserwerk.“ Vielen Kindern der St. Michael-Schule ging es ähnlich, denn mit viel Aufmerksamkeit verfolgten die das gelungen kombinierte Angebot aus Theorie und Praxis. Zu der gehörte natürlich ein ausführlicher Rundgang über das Gelände des Wasserwerkes genauso wie die Erläuterungen von Thomas Kroll, dem Leiter der Wasserversorgung, am Sammelbecken.

Einen Teil der „Schulstunde im Wasserwerk“ wurde mit den Angeboten der UNICEF-Gruppe gespeist: Eine Ausstellung zum Thema „Wasser ist Leben“, faltbare Trinkgefäße aus Papier, Fragen zur Bedeutung des Wasser oder das Tragen eines schweren Wasserkanisters auf der einen Seite. Die praktische Erklärung der Wasserfilterung und das probieren frischen Wasserwerks-Wasser war Sache der Fachleute vom Wasserwerk.

Faltbecher

„Das ist etwas anstrengend, aber mal was ganz anderes“, lachte Peter Körner von den Wasserwerken. Als Diplom-Ingenieur bei den Wasserwerken für die Steuerung des Betriebes zuständig, gehört auch die Führung interessierter Besucher durch das Wasserwerk zu seinen Aufgaben. Die können sich übrigens stets bei den Stadtwerken im Niedereeimerfeld melden. Noch nie, so versichert Körner, habe man im Wasserwerk aber so viele Schulklassen begrüßt.
Die kamen ja auch nicht alle auf einmal, sondern nach und nach. Während ein Teil sich auf der Anlage umsehen konnte stand für den anderen Teil der Unterricht im Wasserwerk an. „Ich war noch nie im Wasserwerk, und es ist ein spannendes Erlebnis“, sagte Nils Poeten (10 Jahre) aus Hüsten. So viele Rohre, so viel Wasser schwärmte der Viertklässler, der aber auch den Hintergrund begriffen hat. „Das ist schon ein Gegensatz“, so Nils, „hier so viel Wasser und in anderen Ländern nurwenig und dann dreckig.“

Peter Meinke von der UNICEF war zufrieden. Nach der Aktion 2012 im NASS habe man diesmal an die Quelle gehen wollen. „Es ist auch schön, dass die Stadtwerke begeistert auf die Initiative der UNICEF eingeangen sind“, so Meinke zum Wochen-Anzeiger.
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