Wochen-Anzeiger-Kolumne von Seite 1: "Handy-Sucht"

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Zigaretten, Alkohol, Heroin und ... Handys.
Wie, Sie meinen, das letzte Wort passt nicht zu den drei anderen? Ich schon!

Denn auch wenn Handys im Gegensatz zu vielen Drogen rechtlich nicht als Suchtmittel eingestuft sind, so zeigen viele der Nutzer doch eindeutige Suchterscheinungen.
Und - was womöglich sogar noch mehr als Beweis gelten mag - sie haben häufig auch massive Entzugserscheinungen, wenn sie mal nicht mobil online sein können.
Nicht umsonst gibt es zum Beispiel Aktionen, wie "Handyfasten", bei denen (vor allem) Schüler eine Woche lang ohne ihr "Lieblingsspielzeug" auskommen müssen.
Der Trick bei Handys ist wohl der, dass sie nicht "nur" ein Telefon sind, sondern Musikplayer, Fax, Navi, Fotoapparat, Notizblock, Kalender und vieles, vieles mehr in einem. Da gibt es immer einen Grund, so'n Ding dabei zu haben.
Das fiel mir jetzt im Urlaub an der Nordsee auf: Handys im Strandkorb, beim Wattspaziergang, auf der Luftmatratze - ja, einfach ÜBERALL.

Ich meine:
Jeder sollte mal ausprobieren, wie lange "Er" oder "Sie" auch ohne Handy leben kann.
Denn nur dann weiß man ganz genau:
Sucht oder nicht Sucht. Das ist hier die Frage.
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