Zeitreise durch Neheimer Geschichte

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Der Filmautor Hans Schulte hat den Film „Mein Neheim“ endgültig fertiggestellt. (Foto: privat)

Nach mehr als zehnjährigen Recherchen hat der bekannte Filmautor Hans Schulte vom Hüstener Mühlenberg unter dem Titel „Mein Neheim“ die Erinnerungen an seine Heimatstadt endgültig fertiggestellt.

Hüsten. An seinem Rückblick, der mit dem Hinweis beginnt, dass 1358 der damaligen Gemeinde die Stadtrechte verliehen wurden, wurde der 87-jährige gebürtigte Neheimer von seinem Sohn Hans-Markus, seiner Tochter Veronika und von Werner Saure und Josef Fredebeil unterstützt.
Dass der damalige Graf Gottfried von Arnsberg zehn Jahre später Neheim den Stadtwald schenkte und damit den Grundstein für die Donatorenfeier legte, geht aus einem längeren Bericht mit Bürgermeister Hans-Josef Vogel hervor.

Stadtbrand von 1807

An den späteren Stadtbrand von 1807, dem 156 Häuser sowie die Kirche, das Rathaus und die Schule zum Opfer fielen, wird noch mit den drei alten überlieferten Häusern im Ohl erinnert. Von besonderer Bedeutung ist für Hans Schulte auch der Name des Erfinders Hugo Bremer, der ab 1892 als Multitalent in Neheim – in Wort und Bild noch persönlich sichtbar- die heimische Industrie belebte. Auf der Weltausstellung in Paris erhielt Hugo Bremer für sein „Bremer Licht“ den Gran Prix. Dadurch expandierte die Neheimer Leuchtenindustrie und es entstand der Werbeslogan „Neheimer Lampen haben Weltruf“.

Möhnekatastrophe von 1943

Auch die ehemaligen RMW-Motoradwerke spielen in dem gut einstündigen Film mit den „Phönix-Maschinen" eine gewisse Rolle. Zu den bewegten Bildern gehört auch der Rückblick auf das erste Neheimer Freibad, das 1926 eröffnet wurde. In ausführlichen Bildern, zu denen auch Originalaufnahmen aus England gehören, wird die Möhnekatastrophe geschildert, die der Autor als damaliger „Neheimer Junge“ am 17. Mai 1943 hautnah miterlebte.
Ebenso wird die Verlagerung der „Theodoruskapelle“ auf den Möhnefriedhof 1980 erwähnt. Nicht wegzudenken aus der Neheimer Geschichte ist der bekannte „ Pengel Anton“, der auf seiner letzten Fahrt durch Neheim im Dezember 1968 nochmal zu sehen ist. In der Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde in Neheim fällt der Blick im Zusammenhang mit der Synagoge auch auf den Grabstein des Ehrenbürgers Noa Wolff, der zu den Gründern des Jägervereins gehörte.


Zusammenlegung Neheim Hüsten 

Auch die Gründerjahre der „Gelben- Roten- und Friedensschule“ sowie des Lyzeums und der Realschule wurden im Film festgehalten. Großen Wert legt der ehemalige Versicherungskaufmann Schulte auch auf die Erinnerung an den Neheimer Friedensstifter Abbe Franz Stock, (1904-1948) über dessen Wirken vor allem in Frankreich lebensecht berichtet wird.
Festgehalten wird auch der Zusammenschluss von Neheim und Hüsten 1941. Nach dem Abriss des alten Rathauses in der Neheimer Fußgängerzone wurde der Neubau an der Ruhrbrücke notwendig, der am 28. September 1968 eingeweiht wurde. So wie das alte Rathaus, erscheinen noch viele, längst abgerissene alte Neheimer Häuser, Geschäfte und Werkshalle auf der Bildfläche.
Mit seiner Kamera lichtete der Autor auch die Fürstenberg-, Wiedenberg – und Odenhauserkapelle ab. Natürlich hat Hans Schulte in seinen vielfältigen Recherchen auch das Leben der Vereine vorgestellt, allen voran die Jäger, die Schützen und sein geliebtes Fanfarencorps. Den Abschluss der vielfältigen Recherchen bildet ein Blick in die Neheimer Fußgängerzone bei einem der alljährlichen Weihnachtsmärkte. In den nächsten Wochen will Filmautor Hans Schulte auch der Öffentlichkeit seinen sehenswerten Film präsentieren.
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