Fahrradfahren - Balsam für die Seele

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Es ist fantastisch, wenn mir der frischen Wind um die Nase weht. Ich radle gern durch die Natur und genieße dabei das Geräusch der Räder, die Ruhe. Meinen Gedanken nach hängend, nehme ich Gerüche wahr, sehe den Wolken zu, wie sie mit dem Wind ziehen. Mein Kopf wird frei. Radfahren ist fast eine poetische Form der Fortbewegung. Und gesund! Das Fahrrad ist für mich mehr als ein Fortbewegungsmittel. Es braucht kein Benzin und auch Parkplätze findet man schnell.

Mein erstes Fahrrad bekam ich zu meinem 9.Geburtstag geschenkt. Blaulackiert. Mein ganzer Stolz. Ich habe es gehegt und gepflegt, wie meinen Augapfel. Fahrradfahren – ein großer Schritt in meine Unabhängigkeit. Bis dahin war ich mit meinen Eltern unterwegs. Jetzt konnte ich fahren, wohin ich wollte. Ein befreiendes Gefühl. Genauso wie mit 18 Jahren, als ich überglücklich den Führerschein in den Händen hielt und mit meinem knallroten VW-Käfer die Welt entdeckte.

Statt Auto - putzen wir heute das Rad. Die Zahl der Deutschen, die Fahrräder nutzen ist seit 2002 um 50% gestiegen. Im Schnitt fährt jeder Radler ca. 30 Klm pro Woche. Da schwingen die Beine, da ziehen sich die Muskeln zusammen. Menschen bewegen sich wie Fußgänger, nur schneller! Als Radfahrer bist Du immer mit deiner Umwelt verbunden, Geräusche, Gerüche. Alles hautnah um Dich herum und Du mittendrin.

In den 50-iger Jahren radelten die Menschen im Anzug zur Arbeit. Es gehört als reguläres Fortbewegungsmittel dazu. Jeder fuhr Rad, denn Autos gab es noch wenige. Doch dann entdeckte die Sportindustrie ein neues Territorium und verkomplizierte vieles. Designer entwarfen Mode und nützliche Assessoires zum Radfahren, die viel Geld kosteten. Radsport als Leistungsdisziplin wurde populär. Profi-Rennen entwickelten sich. So wurde Jahre lang das Fahrrad als reiner Sportartikel vermarktet, für den man jede Menge Ausrüstung brauchte. Das Fahrrad verschwand aus der Szenerie der Stadt. Schade eigentlich!

Bis vor einigen Jahren. Plötzlich sieht man wieder Bilder von normal gekleideten Menschen auf Fahrrädern in der Stadt. Freunde und Familien, die weite Radtouren als Freizeit- und Urlaubsspaß genießen. Fahrradrouten werden markiert. Gasthäuser, Restaurants, Cafés siedeln sich entlang der beliebten Radtouren an.

Heute gehört das Fahrradfahren zum Lebensstil vieler Menschen dazu. Auch ich trete wieder in die Pedale. Eine Tour durch das Münsterland steht heute auf unserem Plan. Schön war es! Helm auf und steife Briese im Gesicht.

Auf geht’s. Dabei fällt mein Blick zufällig auf den Tacho, der sich lautlos weiter dreht: 9.975 - 9.995 - 10.000! Unglaublich. Ich kann es nicht fassen! 10.000 Kilometer. Für ein Auto nicht viel. Für ein Fahrrad schon!

Viel Spaß wünsche ich mit den Fotos von unserer Radtour durchs Münsterland. Schön war es!
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8 Kommentare
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Karl-Heinz Hohmann aus Unna | 09.05.2015 | 00:31  
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Marita Gerwin aus Arnsberg | 09.05.2015 | 00:51  
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Paul Scharrenbroich aus Monheim am Rhein | 09.05.2015 | 09:38  
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Jochen Menk aus Oberhausen | 09.05.2015 | 10:07  
11.635
Marita Gerwin aus Arnsberg | 09.05.2015 | 15:09  
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Bernhard Braun aus Essen-West | 10.05.2015 | 20:52  
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Bernhard Braun aus Essen-West | 10.05.2015 | 20:53  
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 11.05.2015 | 15:59  
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