Kunst des Alterns - Rede des Bundespräsidenten

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Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet die Ausstellung
 
Das Team der Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg ist zu Gast im Museum für Kommunikation in Berlin
DIALOG MIT DER ZEIT

Die Rede des Bundespräsidenten Gauck.

Was für ein schöner Titel für eine Ausstellung über die neue Kunst des Alterns. Hier im Kommunikationsmuseum habe ich gerade erlebt: Man kann den demographischen Wandel tatsächlich so konkret, so persönlich, so interessant machen, dass bei den Besuchern Lust auf ein Gespräch entsteht. Die Ausstellung beflügelt einen der wichtigsten Dialoge überhaupt – den Dialog der Generationen. Lassen Sie uns das Alter bewusster neu denken als zuvor."

Bundespräsident Joachim Gauck hat am 31. März zu neuen Altersbildern in einer Gesellschaft des längeren Lebens anlässlich der Ausstellungseröffnung "Dialog mit der Zeit" eine Rede gehalten:

"Wir werden dem demographischen Wandel nur gerecht, wenn wir uns der Komplexität der Aufgabe stellen und wenn wir lernen, politisch in größeren Zeiträumen zu denken, nicht nur in Legislaturperioden.

Eine Gesellschaft des längeren Lebens braucht eine Politik des längeren Atems!"

Wer Anschauung sucht, ist in Städten wie Arnsberg gut aufgehoben, wo ich kürzlich zu Gast war. Dort stellt man sich mit Hilfe kommunaler Programme gezielt auf die länger lebende Gesellschaft ein und übt den Generationendialog im Alltag. Gemeinsame Freizeitangebote, Nachbarschaftshilfe, alterssensibler Wohnungs- und Städtebau: All das funktioniert in Arnsberg und auch schon in vielen anderen Gemeinden, weil Politik, Unternehmen und Freiwillige sich zusammengetan haben, weil sie Ziele definieren, Konflikte aushandeln und knappe Ressourcen nach klaren Prioritäten einsetzen. Dazu gehört zum Beispiel der Leitsatz, dass ehrenamtliches Engagement die nötigen hauptamtlichen Strukturen braucht, damit der gute Wille nicht ins Leere läuft.

http://www.arnsberg.de/zukunft-alter/Bundespraesid...

http://arnsberg.de/zukunft-alter/Bundespraesident_...

http://www.arnsberg.de/besuch-bundespraesident/

Die "sorgende Gemeinschaft" ist mir als Schlüsselbegriff von meinem Besuch in Arnsberg im Gedächtnis geblieben. Sie beschreibt ein Umdenken, das in immer mehr Kommunen stattfindet und das ich sehr befürworte. Es geht dabei nicht um modernen Paternalismus, sondern um gemeinsam getragene Verantwortung in einer Zeit, in der sich Lebens- und Familienmodelle stark ändern, in der wir neue Konzepte brauchen, um das Miteinander gedeihlich zu organisieren.
Wer die sorgende Gemeinschaft konsequent zu Ende denkt, der muss auch über Chancengerechtigkeit im Altern sprechen. Auch die beginnt oder scheitert von klein auf. Wer arm ist – ob an Bildung oder Geld – hat nachweislich eine niedrigere Lebenserwartung. Derzeit beträgt die Differenz in Deutschland bis zu acht Jahre im Vergleich zu gebildeteren, wohlhabenderen Gruppen. Acht Jahre! Die Gründe dafür sind vielschichtig. Die Konsequenz lässt sich für mich jedoch in einem Satz zusammenfassen: Wir müssen alles dafür tun, dass alle Menschen – egal in welche sozialen Umstände hineingeboren – gute Chancen auf ein langes und gesundes Leben haben.

http://www.arnsberg.de/zukunft-alter/index.php

Die Rede des Bundespräsidenten finden Sie hier:

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE...

Pressestimmen DIE WELT und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

http://www.welt.de/politik/deutschland/article1389...

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesiden...

Mehr zur Ausstellung "Dialog mit der Zeit" finden Sie hier:

http://www.dialog-mit-der-zeit.de/de

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/htm...
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 03.04.2015 | 17:26  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 04.04.2015 | 23:04  
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