Ministerpräsidentin Kraft besucht Kristenstab in Arnsberg: "Bayern bei Flüchtlingen in die Knie gegangen"

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NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (re.) kam am Montagmittag zu einem Blitzbesuch nach Arnsberg. Gemeinsam mit Regierungspräsidentin Diana Ewerbt (li.) verschaffte sie sich in Arnsberg einen persönlichen Eindruck. Fotos: Albrecht
 
Aktuelle Entwicklungen gab´s für Hannelore Kraft (m.) und RP Diana Ewert (re.) vom Leiter des Krisenstabes an der Bezirksregierung Arnsberg, Thomas Sommer (li.).
Arnsberg: Arnsberg |

Arnsberg. Einen Blitzbesuch stattete die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Montagmittag der Bezirksregierung Arnsberg ab. Während erst in der Nacht zuvor neue Flüchtlinge aus Dortmund in der Stadt angekommen waren, wollte sie sich direkt beim Krisenstab ein eigenes Bild der Lage machen.

Gemeinsam mit der neuen Regierungspräsidentin Diana Ewert und dem Leiter des Kristenstabes, Thomas Sommer, gab es für Ministerpräsidentin die Informationen zu Ankunft und Verteilung der Flüchtlingen aus erster Hand. "Bayern ist in Sachen Flüchtlinge in die Knie gegangen, NRW trägt jetzt die Hauptlast des aktuellen Flüchtlingszustroms aus Ungarn", so Kraft.

Kraft: NRW trägt Hauptlast der Flüchtlinge


Seit wenigen Tagen haben sich die Zahlen der Deutschland ankommenden Flüchtlinge dramatisch verändert. "Wir können derzeit einfach nicht mehr planen, wie viele Flüchtlinge zu uns in Land kommen", so Kraft weiter. Zusätzlich zu den 7.600 Flüchtlingen, die man bereits in Notunterkünften untergebracht habe, sei aber noch mit 6.500 zusätzlichen Flüchtlingen im Land zu rechnen.

"Die letzten Zahlen mussten bei meinem Besuch heute in Arnsberg noch korrigiert werden", so die Ministerpräsidentin. Aktuell gebe es im Land 129 Notunterkünfte, die sich um die Betreuung der Flüchtlinge kümmern. "Um der Lage Herr zu werden müssen wir uns aller möglichen Mittel bedienen", so Kraft. Schließlich müsse man in Deutschland und NRW noch mehr Flüchtlinge erwarten.

Noch mehr Flüchtlinge in NRW erwartet


Ganz schnell will die NRW-Ministerpräsidentin jetzt in die Gesprächsrunde mit den anderen Ländern gehen. Neben einer gerechten Verteilung von Flüchtlingen in allen Bundesländern wolle man aber vor allem auf die Finanzen schauen. "Die Betreuung von Flüchtlingen ist gerade für die Kommunen eine enorme finanzielle Belastung", sagte Kraft in Arnsberg.

Dass die Hilfsbereitschaft der Deutschen gegenüber von Flüchtlingen abnehmen könnten, dafür sehe sie jedoch kein Signal. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass die positive Zustimmung für die Hilfe in der Bevölkerung noch weiter anhält", so Kraft.

Positive Zustimmung zur Hilfe aus der Bevölkerung


Ein großes Lob sprach Ministerpräsidentin Hannelore Kraft allen an der Flüchtlingshilfe beteiligten Menschen aus. Die Mitarbeiter in den öffentlichen Behörden wieder Bezirksregierung, aber vor allem auch die Hilfsdienste in den Einrichtungen wie auch die große Zahl der Ehrenamtlichen leisten eine große Arbeit in der Bewältigung der Betreuung der Flüchtlinge.

Blicken den Menschen direkt ins Gesicht!


"Wir gehen hier längst von einer dynamischen Entwicklung aus", so Arnsbergs neue Regierungspräsidentin Diana Ewert. Man könne aber angesichts der Zahlen nur noch reagieren und nicht mehr planen. "Meine Mitarbeiten leisten ein tolle Arbeit, und wir müssen keinen Flüchtling in die Obdachlosigkeit schicken", so RP Ewert. Die Bezirksregierung sei eigentlich eine Verwaltungsbehörde, aber bei der Hilfe für Flüchtlinge blicke man den Menschen direkt ins Gesicht.

Ankunft neuer Flüchtlinge in Arnsberg - WA-Reporterin Thora Meissner war dabei!
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