Schlechte Aussichten? Eltern sorgen sich um das Lernen ihrer Kinder an der Theodor-Heuss-Schule

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Eltern fragen sich: Wohin führt der Weg an der Arnsberger Theodor-Heuss-Schule. Foto: Albrecht
Arnsberg: Arnsberg |

In Arnsberg geht eine neue Sorge um - die Sorge vieler Eltern, die ihre Schüler auf die Theodor-Heuss-Schule geschickt haben. Können sie in der Arnsberger Hauptschule, die nach Beschluss des Rates zur Schulsituation nach und nach auslaufen soll, noch einen vernünftigen Schulabschluss erreichen?

Michael Grünke von der Schulpflegschaft der Theodor-Heuss-Schule macht sich seit längerem da so seine Gedanken. Und er ist nicht allein damit: Die Eltern der noch auf der Schule verbliebenen 120 Kinder sind bei ihm. Und auch an der Realschule im Eichholz rumort es. Was wird denn nun mit den Schulkonzepten in Arnsberg, vor allem mit Blick auf den Raumbedarf der jungen Sekundarschule?

Brief an Ratsmitglieder


„Wir haben uns schon an die Ratsmitglieder der Stadt gewandt“, erzählt Grünke in der Redaktion des Wochen-Anzeigers. Wir, das sind Michael Grünke von der Hauptschule und Peter Steger von der Schulpflegschaft der Realschule am Eichholz. In dem Brief schildern sie die Sachlage und hoffen auf Hilfe und Unterstützung. Der Auf- und Abbauprozess für die drei beteiligten Schulen (Haupt- und Realschule, sowie Sekundarschule) steht dabei im Mittelpunkt.

Auch wenn ganz offiziell noch nichts beschlossen und verkündet ist: Eine Sorge drückt die Eltern der „auslaufenden“ Schulen. Wo bleiben unserer Kinder, wenn die Sekundarschule Arnsberg schneller als geplant Räume der Realschule am Eichholz braucht, diese in die Räume der Theodor-Heuss-Schule umziehen muss und die Schüler der Theodor-Heuss-Schule...

Ortstermin mit der Politik


„Bei einem Ortstermin mit der CDU und den Grünen kam ein Vorschlag, den Hauptschulstandort Hüsten - Petri-Schule - wieder zu beleben“, sagt Grünke. Dass man die 120 Kinder aus Arnsberg per Bus täglich nach Hüsten bringen wolle, könne aber doch nicht im Ernst geplant sein, sorgt sich Grünke.

So zählt der Brief an die Ratsmitglieder zum Erhalt der jetzigen Situation (bis zum entgültigen Schluss an der Schule) die Vorteile für die Kinder auf. Von Wohnortnähe, effektiver Schulsozialarbeit und anderem ist die Rede. Dazu sei das Gebäude 2007 aufwändig renoviert worden, und mit der neu eingerichteten Schulmensa können ein vernünftiger Ganztag garantiert werden.

Vernüftigen Ganztag garantieren


„Wir sorgen uns nicht nur um die Mensa, auch die Theater-AG und andere Angebote im Ganztag sehen wir gefährdet“, so Grünke. Eine richtige Antwort auf ihre Sorgen, die beim Ortstermin mit Politikern hätte gegeben werden können, vermisse man aber noch.

Deshalb weise man in dem Brief auch auf die Sorgen der Eltern und Schüler hin. U.a. befürchtet man, dass in den dann nutzbaren Klassen der Petri-Schule (an der zur Zeit ja auch noch die letzten Klassen 9 und 10 unterrichtet werden) zu wenig Platz sei für die Klassengrößen der Theodor-Heuss-Schule (mit bis zu 32 Schülern).

Fortführung des Schulbetriebes


Allein die Fortführung des Schulbetriebs der Arnsberger Hauptschule mit Neigungskursen wie Naturwissenschaften könne, so wird in den Brief erklärt, nur nach aufwändigem Umbau oder der Unterbringung in Containern an dem vorgeschlagenen neuen Standort gewährleistet werden.

„Wir wollen das nicht, wir wollen, dass die Politik einfach ihr Wort hält, das sie uns zu einem vernünftigen Abschluss für die Schüler in der Schule gegeben hat“, fordert Grünke - für sich, seine Kinder und die von allen anderen Eltern. Die Sorge macht sich bei ihnen breit, dass die Politik nicht genügend tut. Am 11. März sei schon die Ratssitzung, auf der entscheidend beschlossen werden könne.

Ratssitzung wird entscheiden


Wochen vorher - jetzt - will man aber andere Eltern ins Boot holen und auf Aufklärung pochen. „Wir starten ab Montag eine Unterschriftenaktion in der ganzen Stadt“, erklärt Grünke. Gesammelt werden soll in Geschäften, Arztpraxen - einfach überall. Man will auf einem Begleitzettel erklären, wie die Situation wirklich ist.

Grünke ist enttäuscht: „Und das, wo wir mit ProBe der BürgerStiftung 95 Prozent der 9. und 10. Klasse erfolgreich in eine Lehrstelle vermittelt haben“, sagte er.
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