„Wir schlafen nicht!“

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Symbolbild (Foto: Helene Souza / pixelio.de)

Elterninitiative „KiTa Abzocke in Arnsberg - gemeinsam wehren wir uns“ weiter auf Kurs


Mit dem Beschluss der von der Verwaltung vorgeschlagenen Reform der Kita-Elternbeiträge vom 26. November ist es still um die enttäuschte Elterninitiative geworden. Aber der Schein trügt!

Das Ziel der Elterninitiative „KiTa Abzocke in Arnsberg - gemeinsam wehren wir uns“ ist ganz klar die Senkung der Elternbeiträge für U3- und Ü3 Kinder im Kindergarten bis hin zur absoluten Beitragsfreiheit.
Dabei weisen die Initiatoren Tomislav Babic, Nico Menn und Dennis Sevignani darauf hin, dass das Bewusstsein dahingehend, dass eine Beitragsfreiheit nicht „von heute auf morgen“ beschlossen werden kann, vorhanden ist, dies aber auch nicht „verlangt“ worden sei.

In einem Gespräch mit Tomislav Babic (Sprecher der Initiative) äußerte dieser zum einen die Enttäuschung der Eltern darüber, dass durch die Reform letztendlich eine Umstrukturierung stattgefunden habe, aber keine Entlastung aller Eltern.

Nach der neuen Reform hätten zwar die Eltern mit einem geringeren Einkommen niedrigere Kita-Beiträge zu leisten, die von den Politikern angepriesene vermeintliche Entlastung sei aber in der mittleren und oberen Gehaltsstufe nicht zu erkennen - ganz im Gegenteil, hier müssten einige Eltern zukünftig kräftig draufzahlen. Diese „Nebenwirkung“ werde von vielen Politikern gerne schön geredet. Zum anderen zeigt sich die Elterninitiative pikiert darüber, dass die gesammelten Eltern-Unterschriften offenbar kein Interesse „in der Politik“ angeregt zu haben scheinen, da diese bisher ignoriert und kommentarlos „auf dem Tisch“ liegen gelassen worden seien.

Zu Beginn der Debatten um die Kindergartengebühren hatte es ein Online-Voting gegeben, wo die Initiatoren der Elterninitiative 1340 Stimmen von Unterstützern nur aus Arnsberg (und 1589 Stimmen insgesamt) sammelten, die dem Bürgermeister auf der Ratssitzung übergeben wurden.

Des Weiteren zeigte Tomislav Babic wenig Einsicht dahingehend, dass sich die Stadt Arnsberg zwar als „familienfreundliche Stadt“ darstelle, etwaige Investitionen aber in eher unsinnige Projekte pumpe, wie zum Beispiel in Kunstobjekte, die reine Prestigeprojekte darstellen würden.

Familie, Bildung und Wirtschaft flössen zusammen und müssten daher auch entsprechend „vernetzt“ werden. Unsere Kinder seien die Steuerzahler von morgen - die „Manager“ von morgen. Diese „vernetzte Denkweise“ sehe Babic im derzeitigen Verhalten und Vorgehen der Politik in Arnsberg nicht.

Auf die Frage, wie es mit der Elterninitiative denn nun weitergehen würde, antwortete Babic entschlossen: „Wir schlafen nicht. Sondern wir haben die Zeit genutzt, um uns auf weitere Schritte vorzubereiten.“

In erster Linie solle natürlich auch der mediale Druck ausgebaut werden. Erst kürzlich sei der TV-Sender Sat1 über den Beitrag bei WELT online auf die junge Elterninitiative aufmerksam geworden und habe in der vergangenen Woche ein Interview mit dieser aufgezeichnet.

Zudem befinde sich eine eigene Webseite (außerhalb von der Facebook-Gruppe) in der Pipeline, die voraussichtlich im Januar online geschaltet werden solle. Diese Webseite diene der Information, so dass sich auch Personen, die die Elterninitiative auf Facebook bislang nicht verfolgt haben oder die gar nicht auf Facebook aktiv sind, entsprechend informieren und auf Wunsch einbringen können.

Zu guter Letzt kündigte Babic noch weitere Aktivitäten an, die in naher Zukunft angestrebt würden. Derzeit werde unter anderem über die Stellung eines entsprechenden Bürgerantrags nachgedacht. Außerdem seien weitere Aktionen geplant, die aber in der Form noch nicht spruchreif seien. Fakt sei: Es gehe weiter!
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