DREI ARNSBERGER BÜRGER SCHICKEN DIE SONNE IN DIE VERLÄNGERUNG – MIT SOLARSTROM UND BATTERIESPEICHER VERBRAUCHERZENTRALE GIBT TIPPS ZUM THEMA

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  Arnsberg: Aufm Brede |

Für Stefan Vancraeyenest, Christian Wortmann u. Daniel Caccio scheint die Sonne auch nachts – gewissermaßen. Mit einer Solaranlage und einem Batteriespeicher sammeln die drei Arnsberger Bürger tagsüber Energie, um damit nach Feierabend Laptop, Fernseher, Küchenmaschine/Entsafter/Kaffeemühle/die Wärmepumpenheizung und Co. zu betreiben. Mit zeitversetztem Sonnenschein sozusagen: klimafreundlich und immer verfügbar. Unter dem Motto „Schick die Sonne in die Verlängerung!“ hat die Verbraucherzentrale am Freitag erklärt, welche Chancen die Speichertechnik nicht nur für Vorreiter wie Vancraeyenest, Wortmann u. Caccio bereithält und was zu beachten ist.

„Eigener Solarstrom macht unabhängig, und Batterien machen flexibel“, brachte es Energieberater Carsten Peters auf den Punkt. Statt 25 bis 30 Prozent des selbst erzeugten Stroms können Speicherbesitzer mehr als 60 Prozent direkt nutzen. Das senkt die Stromrechnung deutlich und lohnt sich mehr als die Einspeisung ins Netz. Unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonne können Interessierte mit Eigenverbrauchs- und Unabhängigkeitsrechnern den Effekt verschiedener Anlagen für ihr Eigenheim abschätzen. „Wenn ich es sportlich angehe und Großverbraucher wie z.B. die Waschmaschine bei Sonnenschein anschalte, komme ich auf bis zu 52 Prozent Eigenverbrauch“, berichtete Vorreiter Wortmann. Er betreibt den Speicher in seinem Neubau in Arnsberg-Müschede seit September 2015 und deckt mit Solarenergie Dreiviertel seines bisherigen Strombedarfs ab.
Wer jetzt in die Speichernutzung einsteigen möchte, findet ein großes Angebot vor, wie eine aktuelle Marktübersicht der Verbraucherzentrale NRW zeigt. Mehr als 30 Anbieter haben dafür ihre Daten zur Verfügung gestellt. „Darin bestätigt sich der Trend der insgesamt fallenden Preise, den auch wir seit einiger Zeit beobachten“, sagte Peter Hieronymus, Obermeister Elektroinnung Arnsberg. Zusammen mit einer Checkliste unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonne bietet die Marktübersicht Hilfe beim Speicherkauf. „Batterien sind nützlich, aber technisch und rechtlich komplex, da sind ein paar wichtige Punkte zu beachten“, betonte Energieberater Carsten Peters.
So sollte zum Beispiel die Garantie für alle Teile des Speichers für mindestens zehn Jahre gelten. Nur dann gibt es auch den staatlichen Förderkredit, der noch bis Ende Juni mit dem besten Tilgungszuschuss zu haben ist. Der Stromverbrauch der Batterie selbst sowie Besonderheiten der Blei- und Lithium-Varianten sind ebenfalls zu bedenken. Nicht zuletzt ist die steuerliche Behandlung wichtig für die Wirtschaftlichkeit.
Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel zeigt sich „sehr beeindruckt“: „Die neue Technik in Müschede ist auch ein Teil der Smart-City Arnsberg, intelligent, klug und autark.“ Zudem sei Arnsberg eine klimafreundliche Kommune, Solarenergie sei ein wichtiger Bestandteil.
Ob ein Eigenheim für Photovoltaik geeignet ist, klärt die 90-minütige „Beratung zu Solarstrom bei Ihnen zu Hause“ der Verbraucherzentrale NRW für 60 Euro. Termine gibt es unter 02932-51097-05 bei der Energieberatungsstelle Arnsberg, Burgstraße 5, 59755 Arnsberg ; arnsberg.energie@vz-nrw.de sowie unter 0180 1 11 5 999 (Festnetzpreis 3,9 ct/min, Mobilfunkpreis max. 42 ct/min) und unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.
Zusätzliche Infos unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonne
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