Juli Zucker und Andreas Thamm "Fernweh ist 'ne Scheißidee"

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Das Buch "Fernweh ist 'ne Scheißidee" der beiden Reisebegeisterten Juli Zucker und Andreas Thamm, zieht jeden in den Bann der gerne von realen, wenig ausgeschmückten Erlebnissen liest.

Allein beim Blick auf das, mit Polaroid Fotos versehene, Cover fällt auf: Hier geht es wild zu! Und auch beim Lesen wird man nicht enttäuscht, oder sollte ich besser sagen verschont? Das in 33 Kurzgeschichten eingeteilte Buch liefert reale, witzige und vor Allem kuriose Erlebnisse von der ganzen Welt. Hierbei geht es um verschiedene Kulturen, uninformierte Touristen und nicht zuletzt viel zu dreckige Hotelzimmer.

Die Kurzgeschichten hängen nicht zusammen und lesen sich alle sehr einfach. Auch wenn sie teilweise bloß sechs Seiten umfassen, gewinnt man die handelnden Personen schnell lieb und empfindet auch das ein oder andere mal Mitleid für jemanden dessen Hotelzimmer von Kakerlaken wimmelt oder jemanden dessen einzige Hose reißt.
Der Schreibstil kann vor Allem als locker und frisch beschrieben werden, was vermutlich auch mit der Skurrilität der beschriebenen Situationen zusammenhängt. So ist die verwendete Sprache nicht zu streng und ernst sondern jugendlich und modern.
Die Erzählsituationen variieren über die verschiedenen Kurzgeschichten hinweg, so sind einige aus der "Ich-Perspektive" und andere aus der Allwissenden Perspektive erzählt. Da es sich jedoch um einzelne Geschichten handelt, stört dies kein bißchen beim Lesen.

Ich würde das Buch denjenigen empfehlen, die denken bei ungeplanten Urlauben könnte nichts schief gehen. Aber auch denjenigen die auch nach ausführlich beschriebenen Urlaubs-Desastern noch die Koffer packen wollen.
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