Natur-Erlebnis-Raum: Draußen ist das Projekt!

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Die Natur ist genau unser Projekt: Kinder und Erwachsenen gestalteten in der zweiten Osterferienwoche den Natur-Erlebnis-Raum in Arnsberg. Fotos: Albrecht
  Arnsberg: Arnsberg |

Etwas länger als geplant mussten sich die jungen Teilnehmer am Projekt „Natur-Erlebnis-Raum“ in Arnsberg gedulden. Der Sturm der letzten Woche und das bis Ostern eher mäßige Wetter hatte zu den Verzögerungen geführt.

Umso kräftiger wurde aber am Dienstag nach Ostern mit den Arbeiten auf und am so genannten Natur-Erlebnis-Raum in Arnsberg gestartet. Junge Teilnehmer aus verschiedenen Jugendeinrichtugnen des Stadtteils waren mit Begeisterung bei der Sache.

Bauarbeiter in der Gruppe


Louis (8), der Bauarbeiter wird er in der Gruppe genannt, hat die Kieselsteine für das Mosaik am künftigen Eingangsbereich des Geländes an der Rundturnhalle selber mit Schüppe und Eimer herbeigeschafft. Maria (9) und die vielen anderen Kinder in der Gruppe haben sie dann weiter verarbeitet. „Von mir stammt diese Sonnebrille da“, sagt sie stolz und zeigt auf das noch eingezäunte Kunstwerk.

Genau das ist ein wichtiges Prinzip im Natur-Erlebnis-Raum, denn hier geht das „Erlebnis“ schon mit den ersten Arbeiten los. „Wir sind gleich am Dienstag dazu gekommen und haben 24 Kinder mitgebracht, die alle mächtig Spaß hatten“, erzählt Ina Martin von der Betreuung im Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen. Gerade die Ideen für das zu gestaltende Mosaik hätten sich zunächst schwierig gestaltet, aber unter dem Motto Ferien sei den Kindern mit Sonne, Mond, Wolken und mehr doch etwas eingefallen.

Mosaik und Rasensitzbänke


Das Mosaik ist aber nur ein Teil der Arbeiten auf der Fläche an der Ruhr. Die Rasensitzbänke sind ein anderes. Die Gartenbaufirma „Dillge“ aus Sundern-Hövel, ohnehin für die Gartenarbeiten auf den städtischen Kindergärten engagiert, ist auch hier dabei. Und beim Verlegen des Rollrasens für die drei Rasensitzbänke sind alle jungen Gärtner dieser Gruppe natürlich voll bei der Sache.

„Alle sind schon am ersten Tag so richtig schön dreckig geworden“, lacht Ina Martin. Und was haben sie nicht mit sich und der Natur gekämpft! Bis 12.30 Uhr dauerte die tägliche Ferienbetreuung, die soviel Spaß macht. Am nächsten Tag hätten gleich wieder alle Kinder mitgewollt, zum Arbeiten.

Weidenzentrum Haus Wursten


Tatkräftig helfen konnten die Kinder auch in der Gruppe derer, die sich um die Weidenruten kümmern. Die Pflanzen hat Claudia Reuther vom „Weidenzentrum Haus Wursten“ an der Nordseeküste bis ins Sauerland gebracht. „Das ist ein Lebendprojekt“, erklärt die Fachfrau. Die Weidenruten seien über den Winter gereift und könnten nun im Natur-Erlebnis-Raum angepflanzt werden. Klar, dass auch hier wieder Kinder helfen, die Ruten zu beschneiden. Nur das Aufstellen ist für die kleinen Arbeiter etwas zu schwierig und wird von den Großen gerne übernommen.

Mandalaförmig seien die drei Halbschalen aus Weidenruten angeordnet worden. Genau nach Plan und so, dass in der Mitte noch Raum bleibt für eine Art „Naturbühne“. Die Technik beim Verbauen der Weidenruten stamme aus dem Iran, erklärt Claudia Reuter, und werde dort vor allem beim Bau von Booten eingesetzt.
So genau wollen die Kinder im Ferienprojekt am Eichholz es gar nicht wissen. Sie freuen sich auf den Sommer, denn dann sollen die Weiden Blätter ausgetrieben haben und tollen Schatten spenden - in dem auch noch Bänke aufgestellt werden...

"Das ist erst der Anfang!"


„Das ist erst der Anfang“, erklärt Ralf Schmidt, beim Grünflächenamt der Stadt Arnsberg für die Kinderspielplätze zuständig. Nach dem Auftakt in den Osterferien soll schon in zwei Wochen das nächste Projekt mit verschiedenen Schulen aus dem Stadtteil laufen. Dazu wird dann auch Künstler Friedrich Freiburg Finnentrop-Rönkhausen erwartet.

Wenn das Wetter mitspielt, soll nach Vorstellungen der Projektplaner bis Ende Mai die Bepflanzung auf dem Gelände stehen. „Dann können wir den Natur-Erlebnis-Raum bis zum Start der Sommerferien nutzbar machen“, beschreibt Schmidt.
Entwickelt werde der ganze Natur-Erlebnis-Raum aber bis zum Winter. Bis dahin, so Schmidt, werden Kinder im Rahmen des Kultur-Rucksacks ganze Arbeit vor Ort geleistete haben, und auch die Handwerkskammer Südwestfalen will sich mit den Kindern der Norbertusschule in die Gartengestaltung einbringen.

Generationen übergreifendes Projekt


Der Natur-Erlebnis-Raum am Eichholz in Arnsberg ist ein generationenübergreifendes Projekt. „Die Wege sollen auch für Rollatoren geeignet sein“, so Schmidt. Ein Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten in der Zukunft stünde somit eigentlich nichts mehr im Wege. Alle Kinder, die in dieser Woche schon fleißig mitgeholfen haben, werden sich bestimmt später noch an den Ursprung des Projektes erinnern, das sie schon jetzt zu ihrem gemacht haben...
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2 Kommentare
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Melanie Busche aus Menden (Sauerland) | 10.04.2015 | 17:01  
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Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 10.04.2015 | 22:26  
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