"Shake it, baby!" - Harlem Shake vor dem Neheimer Dom

Mahmut Celik (17) und Mustafa Kurban (18) wollen den „Harlem Shake“ auch in Neheim tanzen - und haben schon Zuschauer. Foto: Albrecht
Neheim: Neheim |

Neheim. Nach dem „Gangnam Style“ eines südkoreanischen Künstlers macht seit einigen Wochen eine andere Tanzbewegung - angeblich auf der ganzen Welt - die Runde: Der „Harlem Shake“ hat die Partys und noch einiges mehr erobert.

Ein Lied aus den Clubs des New Yorker Vorortes, eine Gruppe williger Tänzer und schon kann es losgehen. Filme von den Tanzevents machten bereits in der Plattform You Tube die Runde und wurden von Millionen Menschen angeklickt.
Zwei Schüler vom Berufskolleg am Berliner Platz wollen den bislang in der Region weitgehend unbekannten Tanz auch nach Neheim holen. Über soziale Netzwerke haben Mahmut Celik und Mustafa Kurban für die Aktion am Sonntag, 3. März, ab 14 Uhr etwas Werbung gemacht - und sich dann von der großen Resonanz überraschen lassen.

„Im Nu gab es 1.300 Menschen, die Interesse am Mittanzen bekundet haben“, erzählen Mahmut und Mustafa. Ob ihre Aktion, ein so genannter „Flash Mob“, der auch noch in Verkleidung stattfinden soll, überhaupt diese Größe erreicht, sei jedoch fraglich. Trotzdem, so die beiden Initiatoren, hoffe man schon auf eine ordentliche Beteiligung.

Flashmob

Sicherheitshalber hat man im Vorfeld bereits mit der Stadt gesprochen, und auch die Polizei weiß von der Aktion. „Die Stadt hat aber zunächst keine Bedenken“, erklärte Stephanie Schnurra aus der Pressestelle. Polizei, Ordnungsbehörden und Rettungsdienst hätten sich bereits besprochen.
Die Veranstaltung der beiden Schüler sei zwar rein privat, sie aber trotzdem vorher von den Initiatoren mit der Stadt besprochen worden. Die hat die Genehmigung erteilt - für das Tanzen. Für die Nutzung des Platzes vor dem Dom sei eine Genehmigung - weil Privatveranstaltung - nicht nötig, so die Sprecherin der Stadt Arnsberg.

Ursprünglich, so erzählen die beiden in der Redaktion des Wochen-Anzeigers, sollte der Tanz ein Art Protest gegen Rassismus sein. Eine politische Demonstration, die es damit geworden wäre, wollten die Beiden dann aber doch nicht. „Der Tanz hat keinen tieferen Sinn“, sagen sie, aber Neheim könnte er ein anderes Gesicht geben, hoffen sie.
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