André Kraus beim Dragonheart Battle in Trendelburg

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Sieg verpasst, aber: Kraus qualifiziert sich mit Platz 4 für die Europameisterschaften 2016 im Hindernis-Crosslauf

Die Veranstalter auch die Teilnehmer zeigten sich am Ende des Tages sehr zufrieden mit der Premiere eines weiteren spektakulären Hindernis-Crosslaufes, dem Dragonheart-Battle im hessischen Trendelburg.


angemeldet waren: 562 / gestartet sind: 455, davon 51 Frauen


Die „Schlacht“ begann morgens um 11 Uhr unter dem Torbogen des Wasserschlosses Wülmersen. Der angekündigte Wintereinbruch oder die Bekanntgabe des Streckenparcours durch die Wildnis von Trendelburg und dem Durchschwimmen der Hochwasser führenden Diemel hielt sicher einige vom Start ab. Es war zwar nicht die vom Veranstalter erhoffte Masse, dafür aber echte Klasse im Starterfeld. Denn da dieser Lauf als einer von drei offiziellen Qualifikationsläufen in Deutschland, für die Europameisterschaften 2016 im Hindernis-Crosslauf zählte, waren mit Felix Grelak (Sieger Strong Man Run 2013 u. 2014 und Gewinner des Strong-Viking Runs 2015) und Chris Lemke (Sieger Harzer Keiler Run 2014 und Lake Run Sieger 2015), echte Größen der Hindernislauf-Sparte vertreten. LAC Veltins Hochsauerland Starter André Kraus (Sieger im Braveheart-Battle 2014 und Lake Run Sieger 2011 u. 2012) musste sich großer Konkurrenz erwehren.

Schlammassen und Wassergruben zu Beginn


Mit den ersten Hindernissen in Form von Schlammpassagen und Wassergruben formierte sich an der Spitze rasch eine Vierergruppe, die sich vom Rest des Feldes sehr schnell absetze und auf den nächsten gut 19 Kilometern zusammen arbeiten sollte. Gemeinsam mit Teamwork wurden alle in den Weg gestellten Hindernisse, egal ob künstlich (Reifensprung, Strohburg, Dreckloch, Schweinesuhle, Affenleiter, Zappelgraben) oder natürlich (Sturm auf die Burg, Ruinenritt, Baumbrecher, Tal der Schmerzen, Diemelsprung) in Form von Bergen, Dornenbuschfeldern, Steinbrüchen, Bächen und Flüssen mal kriechend, mal schwimmend, mal kletternd oder auch rutschend überwunden.

Die Zusammenarbeit und die Gemeinschaft dieser Vierergruppe endete etwa bei der Halbmarathonmarke, als nach kurzer Absprache die Abmachung getroffen wurde, den Sieg auf den verbleibenden Kilometern auszukämpfen.

Kraus nachträglich: „Zu diesem Zeitpunkt spürte ich langsam aber sicher die aufkommende Müdigkeit in den Beinen von den Strapazen, nicht nur dieses Rennens, sondern auch der Vorwochen“.

Entscheidung im Steinbruch


Nichts desto trotz konnte er die erste Attacke des allen Anschein nach stärksten Mannes der Gruppe, Felix Grelak, an einem langgezogenen Anstieg, als einziger noch mitgehen, hatte dabei aber wohl überzogen, so dass er danach nicht mehr folgen konnte und Grelak ziehen lassen musste. Auch die anderen beiden Konkurrenten konnten wieder zu Kraus aufschließen, so dass nach dem Hindernis im Steinbruch, die Entscheidung über Platz 2 auf den letzten Metern fallen sollte. Hier hatte dann Lemke in 2:00:15 Stunden knapp die Nase vorn und sicherte sich gegenüber den Zeitgleichen Frank Kleinsorg u. André Kraus in 2:00:18 Stunden Platz 2. Grelak siegte in 1:58:45 Stunden.

André Kraus: „Absolut verdienter Sieg, denn bereits unterwegs kristallisierte sich heraus, dass er aktuell wahrscheinlich der stärkste Läufer von uns Vieren ist. Das hat er dann auch am Ende eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Qualifikation für Europameisterschaft 2016 gesichert


Mit seiner Top 10 Platzierung beim Dragonheart Battle, hat sich Kraus überraschend für die erstmals ausgetragenen Europameisterschaften der OCR (Obstacle Course Racing) in Nijmegen (Holland) am 12. Juni 2016 qualifiziert und schließt somit ein für ihn sehr erfolgreiches Laufjahr 2015 ab.

Kraus: „Nach der langen OP Pause Ende des letzten und Anfang diesen Jahres, habe ich mit solch einer tollen 2. Saisonhälfte, die ihren sportlichen Höhepunkt sicherlich mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels im 24 Std. Trailrun in der Staffel hatte, niemals gerechnet. Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die wettkampffreie Zeit bis zum Silvesterlauf.

Sein 2. Buch ist erschienen


Zwischenzeitlich ist das neue Buch: „Kämpfend bis zum Schluss“ von André erschienen. Er schreibt über seine Erfahrungen bei den verschiedensten sportlichen, aber auch menschlichen Herausforderungen und gewährt dabei auch tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt. Es geht um Erfolge, aber auch um bittere Niederlagen und zerschmetterte Träume.
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