Integration durch Sport – Potential für Vereine

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Menschen auf der Flucht müssen in ihren Gemeinden ankommen. Wenn sie über Sport integriert werden können, gelingt das oft sehr schnell und mit großer Zufriedenheit auf beiden Seiten.

Der Kreissportbund hat diese Idee aufgegriffen und eine Fortbildung für junge Flüchtlinge als Sportassistent angeboten. Zehn junge Männer aus dem ganzen Kreisgebiet konnten jetzt ihr Zertifikat entgegennehmen.

Dabei waren auch Samiullah und Hizburrahman aus Arnsberg. Beide stammen aus Afghanistan und sind im TV Arnsberg eingebunden. Beide werden durch die Patengruppe Grimmestraße unterstützt. Bei beiden läuft die Integration sehr gut: sie gehen zur Schule, sprechen schon gut Deutsch, haben bereits beide Praktika in Lehrwerkstätten bzw. Betrieben in der Region absolviert. Mit ihrer Qualifikation als Sportassistent haben sie nun einen weiteren Schritt in die Richtung gemacht, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Samiullah sagt dazu: „Wir wollen zeigen, dass wir auch etwas schaffen können. Jetzt können wir im Sportverein unterstützen.“ Und Hizburrahman ergänzt: „Wir haben viel über Sport gelernt. Aber vieles davon ist auch wichtig für uns als Menschen.“

Wie Frau Christina Brixner vom Kreissportbund berichtete, sind mit der mit Fördermitteln des Landessportbundes durchgeführten Maßnahme klare Zielsetzungen verbunden. Die Integration und Qualifizierung von Flüchtlingen soll vorangebracht werden. Die qualifizierten Teilnehmer werden als neue Ressourcen für die Sportvereine des Hochsauerlandkreises gesehen. Sie sollen zukünftig Übungsleiter im Sportangebot unterstützen. In der Ausbildung haben sie gelernt, Übungseinheiten zu planen, die Durchführung zu unterstützen. Aber auch für die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Männer bringt die Qualifizierung viel: sie lernen zu planen und Strukturen zu schaffen, übernehmen Verantwortung. Das Selbstbewusstsein wird gesteigert, weil sie erproben, wie es ist, vor einer Gruppe aufzutreten, methodisch an Aufgaben heranzugehen und die Durchführung zu reflektieren. All das sind Fähigkeiten, die auch in beruflichen Zusammenhängen gefragt sind.

Für Hizburrahman und Samiullah ist klar: „An sechs Tagen in sechs Wochen haben wir viel gelernt. Es hat Spaß gemacht und wir werden weitermachen, wenn wir die Gelegenheit bekommen.“

Diese Rückmeldung haben auch die anderen sieben Teilnehmer gegeben. Wenn in absehbarer Zeit ein Ausbildungsangebot für Übungsleiter angeboten wird, gibt es schon jetzt viele Interessenten aus dem Kreis der Teilnehmer des Kurses für Sportassistenten. Auch vom TuS Oeventrop waren drei Teilnehmer dabei. Es werden also in Zukunft fünf junge Männer mit Fluchterfahrung als Unterstützer für Sportvereine in Arnsberg zur Verfügung stehen.
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