"Blagen" von der Teutenburg sehen sich wieder - sie können es nicht lassen!

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Ein Gruppenbild der „Blagen“ vom jüngsten Treffen Ende 2015. Einige(s) haben sich/hat sich verändert, die Freude darauf, sich in zwei Jahren wiederzutreffen aber nicht...Fotos: Albrecht
  Arnsberg: Arnsberg |

Arnsberg. Für Manfred Hollmann von der Wilhelm-Münker-Straße ist es ein ernst zu nehmendes Anliegen: Alle zwei Jahre bereitet er das Treffen der „Blagen“ aus dem Bereich der Teutenburg vor. Heute schon zum zwanzigsten Male. Und die Idee ist sogar noch älter, erzählt er stolz...

Denn: Seit mittlerweile 27 Jahren hält man die Erinnerungen an eine gemeinsame Jugendzeit in Arnsberg, rund um die ehemalige Teutenburg wach. „Wir haben hier alle zwischen 1945 und 1960 rund um die Teutenburg gelebt“, erzählt Klaus Hoche, der auch ein glühender Fan der regelmäßigen Treffen ist.

Regelmäßige Treffen


Nachdem man sich durch familiäre Entwicklungen etwas aus den Augen verloren hatte, wollte man das aber wieder ändern. „Das Wiedersehenstreffen der Blagen unter diesem Titel wurde 1985 wieder ins Leben gerufen“, sagt Hoche. Und die Männer und Frauen, die sich beim jüngsten Treffen zum ersten Mal im SGV-Jugendhof versammelt haben, sind sich sicher: Für den Stadtteil Arnsberg dürfte es das einzige Nachbarschaftstreffen dieser Art und mit solch einer Vergangenheit sein.

Auch wenn man sich ganz locker begegnen will - ein wenig System muss bei den Treffen sein. Und so eröffnet Organisator Manfred Hallmann dann auch jedes Treffen mit einer freundlichen Begrüßung und - wie es sich gehört - mit einem Gedenken an die Verstorbenen. „Wir sind schließlich nicht mehr die Jüngsten“, scherzt er. Die Liste der abgemeldeten Teilnehmer wird verlesen und schon vor dem eigentlichen Einstieg in das Treffen gibt´s für Hallmann und seine Organisation wieder stürmischen Beifall.

Beifall für gute Organisation


Schnell aber entwickeln sich die Treffen zu einer lockeren Feier: Im Versammlungsraum, wo schon langsam das Essen für die Feier aufgebaut wird, gibt es keine feste Sitzordnung. Jeder soll wandern - von einem Stuhl zum andern - und dort mit alten Freunden wieder ins Gespräch kommen.

„Wir halten es schlicht und einfach“, erklärt Hoche, „und erinnern uns einfach gerne an die alten Zeiten.“ Und wenn einer erst mal Anfängt, sind alle im Saal ganz schnell dabei. Man hört sich gegenseitig zu, geht es um das Mäuseschellen oder das Sammeln alter Munition, die man noch finden konnte, im Bereich der ehemaligen Teutenburg in Arnsberg, damals.

Mäuseschellen & Co.


Bei jedem Treffen sind auch die Angehörigen eingeladen. Kein Wunder also, das aus der Familie von Klaus Hoche vier der einst fünf Kinder zuhause auch zu dem Treffen kommen. Für Bärbel Burmann aus Sundern sind die Treffen mit dem Blagen so wichtig, dass sie in den letzten 27 Jahren nur einmal gefehlt hat. „Es ist einfach schön, dass die Menschen hier zurück zu den Wurzeln kommen“, lächelt sie. Und sie schwelgt von einer schönen Kindheit mit richtigen Sommern und Wintern.

Die Gespräche in der Gruppe nehmen Fahrt auf und das Essen im SGV-Jugendhof hat man sich auch schmecken lassen. Manfred Hollmann ist zurfrieden, wieder einmal. „Von 55 eingeladenen Blagen sind 30 gekommen“, sagt er. Ein Schnitt, der ihn zufrieden stimmt. Mit den Treffen im zweijärigen Rhythmus habe man die passende Zeitspanne gefunden, sagt er. Man wolle sich ja nicht totlaufen. Und alle zwei Jahre gebe es auch drei bis vier neue Gäste, die in den Kreis der Blagen eintauchen möchten.

Kaum ein Treffen ausgelassen


Irmgard Hecking ist schon 80 Jahre alt und wohnte einst auf der Hellefelder Straße. Außer bei dem ersten Treffen war auch sie immer dabei. Jetzt wohnt sie in Soest und denkt beim Treffen der Blagen gerne an ihre aktive Zeit beim SV Aegir zurück.
Dass ihr Sohn, Dieter Hecking, Trainer beim VfL Wolfsburg ist, wissen hier fast alle. Aber so wichtig ist es dann auch schon nicht wieder. „Wir haben es in Arnsberg wirklich toll gehabt“, erinnert sie sich an ihre Zeit in der Stadt. Es habe einen tollen zusammenhalt aller Kinder gegeben, den man noch spüren könne.

Und dann bekommt auch sie das Buch mit den Erinnerungen in die Hand. Das begleitet die Treffen schon seit vielen Jahren und ist gespickt mit Erinnerungen in Form von Fotos, Zeitungsberichten aus den letzten Jahren und vielen Geschichten. In zwei Jahren - 2017 - wird es wieder ein paar Seiten mehr geben, die an das erinnern, was man heute erlebt hat...
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