Konstruktive Zusammenarbeit bei der Dorfkonferenz / Eigene Jugendkonferenz vorgeschlagen

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Eine intensiv beschäftigte Arbeitsgruppe
 
Vortrag der ersten Ergebnisse
NIEDEREIMER Mehr als 40 Bürger/Innen aus allen Altersschichten nahmen auf Einladung des Vereinsrings Niedereimer an der ersten Dorfkonferenz im Rahmen des IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept der EU) teil. Die Dorfbewohner trafen sich in der Grundschule Niedereimer um ihre Zukunft nun teilweise selbst in die Hand zu nehmen.
Im Vorfeld hatte das sechsköpfige Team des Vereinsrings-Vorstandes bereits eine Abfrage gestartet, in der die Mitbürger dorfrelevante Themen nennen konnten. Diese Gedanken hatte der Vorstand des Vereinsrings aufgegriffen und einzelne Themenblöcke erstellt, die bei der ersten örtlichen Dorfkonferenz er- und ausgearbeitet werden sollten. Fairerweise muss man die Sache aber ganz realistisch sehen, denn eine Umsetzung aller vorgeschlagenen Projekte ist nicht realisierbar. Nach der Vorstellung des allgemeinen und dörflichen IKEK-Projektes durch den Vereinsringvorsitzenden Holger Weber ging es an die Bearbeitung der Themenblöcke in selbst gewählte Arbeitsgruppen.
Nach etwa eineinhalb Stunden Erarbeitungszeit wurden die Ergebnisse der vier Gruppen allen anwesenden Dorfbewohnern vorgestellt. In der Gruppe der Senioren wurde angeregt die Friedhofswege aus Sicherheitsgründen mit Treppen oder Geländern zu versehen und mehr Bänke zum Verweilen in Dorf aufzustellen. Ferner sollten aktive Senioren zum stärkeren Mitmachen z.B. in einer „Seniorenarbeitsgruppe“ oder den dörflichen Gruppierungen motiviert werden. Auch die Kommunikation zwischen den Generationen sollte ausgebaut werden um gemeinsame Aktionen wie Familienwanderungen, Feste oder Planwagenfahrten zwischen Vereinen, Schule und Kindergarten zu organisieren. Mit der Infrastruktur (Lebensmittelgeschäfte, Bus etc.) im Dorf war die Arbeitsgruppe recht zufrieden. Spontan stellten sich zwei Personen aus der Gruppe als Ansprechpartner zur Verfügung. Die zweite Gruppe befasste sich mit den Thema Spazier-/Wege und Info-/Hinweisschilder. Diese stellte fest, dass mehr Informationskästen und –tafeln sowie neue Wandertafeln die Attraktivität des Ortes steigern könnten. Vergessen werden dürften hierbei allerdings nicht die neuen Medien oder Flyer für Interessierte. Auch durch das Anbringen von Hinweistafeln zu Gastronomie, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen könnte man die Anreize nach innen und außen steigern. Die genauen Standorte der Schilder müssten später abgewogen werden. Auch das Anlegen neuer und kurzer Familien-, Motto-, Sonntags- oder Panoramawanderwege wurde angeregt. Mit einer neuen Dorfpost namens „Wannebote“ möchte eine weitere Gruppe versuchen einerseits die Neubürger ins Dorf zu integrieren aber auch die schlummernden Potentiale der Einheimischen wieder zu wecken und zur Mitarbeit zu reaktivieren. Gleichzeitig sollten mit einer solchen Infopost Hinweise und Nachrichten an die gesamte Dorfbevölkerung weitergegen werden. Ebenso könnten die Mitbürger durch eine Fragebogenaktion zum Sachstand des Dorfes aus ihrer Sicht befragt werden. Durch eine persönliche Begrüßung, welche von einer zentralen Stelle organisiert wird, möchte man Ninives Neubürger im Ort willkommen heißen. Diese werden dann zusätzlich mit einem umfangreichenden Flyer über das „Vereinsleben“ aller Gruppierungen im Dorf informiert. Die letzte Gruppe beschäftigte sich mit der Ziel- und Umsetzung „Jugend-/Raum“. Es ging um die gemeinsame Freizeitgestaltung der 10 bis 15-jährigen Kinder z.B. mit einem Bolzplatz der von allen Bewohnern akzeptiert wird. Anderseits suchen die Jugendlichen über 16 Jahren eine Räumlichkeit als Treffpunkt. Bei beiden Altersgruppen sei es wichtig einen Einstig bzw. Zugang für frei abgestimmte Angebote zu den örtlichen Gruppierungen außerhalb der klassischen Termine zu finden. Um aber überhaupt zu wissen was sich die jungen Leute wünschen oder wie sie denken, sei eine Befragung notwendig. Diese Befragung könnte in Form einer „Jugendkonferenz“ durchgeführt werden. Hierfür könnte man die neuen Medien nutzen, um alle Jugendlichen im Ort zu erreichen, auch solche die bisher nicht aktiv sind. Aus diesem Grunde sprach sich die Arbeitsgruppe dafür aus, in absehbarer Zeit eine Jugendkonferenz einzuberufen um konkret auf die Belange der Kinder und Jugendlichen einzugehen. Nach einer Themennennung könnten Überlegungen angestellt und nach Lösungen gesucht werden. Auch in dieser Gruppe sei es wichtig alle Generationen mit ins Boot zu nehmen, um allseits zufriedenstellende Ergebnisse zu finden. Die Mitglieder möchten nun selbstständig eine Grundlage für eine baldige Jungendkonferenz erstellen und die junge Generation zur Mitgestaltung einladen.
Der Vereinsrings-Vorsitzende Holger Weber zeigte sich zum Schluss der Veranstaltung hoch erfreut, dass schon so viele gute Ideen zusammengetragen wurden. Er machte darauf aufmerksam, dass dieses erst die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe von Meinungs- und Gedankenaustauschen sei. Das Team des Vereinsrings-Vorstandes bedankte sich bei den hoch motovierten Teilnehmern für ihre tolle und konstruktive Zusammenarbeit an diesem Nachmittag und lud alle Anwesenden zum nächsten Arbeitstreffen am Samstag 20. Mai 2017 ein. In der Zwischenzeit sollen die Ergebnisse dieses Tages zusammengefasst und allen Dorfbewohnern zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig rief er die Besucher auf in ihren eigenen Reihen für weitere Mitstreiter zu werben um repräsentative Ergebnisse zu erzielen.
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