Neheimer Möppel starten pünktlich in die Session: Erste Sessionsorden verliehen

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Zusammen mit dem Prinzenpaar Jörg und Nicole, der Präsidentin Gertrud Franke, Ehrenpräsident Wilfried Franke und Achim Benke als Bacchus sowie dem närrischen Nachwuchs Annabell und Friede wurde die Sessionseröffnung am Fresekenhof in Neheim gefeiert. Fotos: Albrecht
  Neheim: Neheim |

Neheim. Schlag 11.11 Uhr und es war wieder soweit: Am Fresekenhof in der Mendener Straße hörte eine motivierte Fangemeinde das deutliche plätschern aus Richtung Ruhr: Bacchus ward soeben den Fluten entstiegen - ganz traditionell, wie es sich zur Eröffnung der neuen Session bei der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim gehört.

Kurz und knackig fiel die Begrüßung der Gäste der Hüstener Karnevals-Gesellschaft sowie der MKG Kornblumenblau aus, bevor auch schon der gerade getrocknete Bacchus (alias Achim Benke) seine Worte in Richtung Gäste und Stadt richten konnte. Und natürlich waren seine ersten von der Verdrängung der Neheimer Karnevalisten aus dem Kaiserhaus geprägt.

Verdrängung der Neheimer Karnevalisten


So erinnerte Bacchus daran, das man einst schon das Kolpinghaus in Neheim habe verlassen müssen. Und jetzt auch mit dem Kaiserhaus in Neheim das gleiche Schicksal zu beklagen sei. Der Weinbelaubte wies aber im gleichen Atemzug auf die Gastfreundschaft in einem anderen Stadtteil Arnsbergs hin: Bei den Herdringer Krähen habe man kurzfristig Unterschlupf gefunden. So solle dann auch in der Gemeinschaftshalle Herdringen die Prunksitzung der Blau-Weißen am 23. Januar abgehalten werden.

Bacchus kritisierte, dass die Politik sich aus den Querelen um das Manöver geschickt heraus gehalten habe, ohne für die 500 Kinder, die dort auch ihren Karneval feiern, Stellung zu beziehen. Ohne Probleme habe man aber die Brücken nach Herdringen bauen können...

Brücken nach Herdringen bauen


Die derzeit in der Planung oder sogar schon im Bau befindlichen Brücken waren ohnehin ein wichtiges Thema für Bacchus. Vor allen die eine geplante - längst schon als „Pizzabrücke“ verschriene - am Rathaus geriet ins Blickfeld und die Kritik.

Das Thema Brücken-Bauen wollte Bacchus auch auf die drei Arnsberger Karnevalsvereine übertragen. Statt jedem Verein einen Prinzen und eine Prinzessin zuzugestehen schlug er vor, für das ganze Stadt ein Dreigestirn mit Prinz, Bauer und Jungfrau aus je einem Karnevalsverein der Stadt zu stellen.

Dreigestrin in der Stadt


Neben einigen mahnenden Worten kam natürlich auch nicht das Feiern zu kurz: So stellte KG-Präsidentin Gertrud Franke vor allem den neuen Sessionsorden vor. Unter dem Motto "In Neheim issa abgeblitzt, der Möppel zu den Krähen flitzt" vor. Das, so die Präsidentin, sei der Tatsache geschuldet, dass man im Neheimer Kaiserhaus nun keinen Karneval mehr feiern könne.

Insgesamt 180 Orden mit dem Motto hatte die KG Blau-Weiß anfertigen lassen. Die ersten fanden bereits zum Sessionsauftakt die ersten Abnehmer. So war es nach der Vorstellung des gelungenen Metallstücks Bacchus, der ihn als erster um den Hals hängen durfte. Ihm folgten die Präsidentin, das Prinzenpaar Jörg und Nicole, Ehrensenator Wilfried Frank, und auch Ehrenpräsidentin Rosemarie Goldner durfte einen der Orden schon bald den ihren nennen.

180 Orden gefertigt


Für das noch amtierende Prinzenpaar, Jörg und Nicole, war es die letzte Sessionseröffnung, in diesen Ämtern: Nach fünfjähriger Amtszeit will man bei der KG Blau-Weiß Neheim im kommenden Jahr vereinbarungsgemäß ein neues Prinzenpaar der Gesellschaft vorstellen.

Eine ehrenwerte Gesellschaft
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2 Kommentare
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Peter Gerber aus Menden (Sauerland) | 11.11.2015 | 16:08  
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Frank Albrecht aus Arnsberg | 11.11.2015 | 16:34  
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