Timo Spiegel ist neuer Schießmeister von Oeventrop

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Präses Pfarrer Ernst Thomas links und Schützenoberst Johannes Bette rechts zählten zu den ersten Gratulanten Timo Spiegel Mitte

Ludger Schröder übernimmt ab Januar das Amt des Hallenwartes

240 Schützenbrüder waren zur Generalversammlung der Bruderschaft erschienen.

Nach der Begrüßung der Mitglieder durch Schützenoberst Johannes Bette erfolgte die Genehmigung der bekannt gegebenen Tagesordnung. Danach erfolgte die Verlesung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung durch Hauptmann Markus Trüller, stellvertretend für den erkrankten Geschäftsführer Olaf Hachmann.

Der Bericht und die Abrechnung über das Schützenfest 2015 rief noch einmal das Fest der Feste in Erinnerung; zeigte an, wie schön das Schützenfestfeiern auf der Halle ist und welch wirtschaftliches Potential sich dahinter versteckt. Dass unsere Schützenkönigin Beriwan Wälter dann auch noch aus dem Kreis von 170 Bewerberinnen zur Schützenkönigin Südwestfalens erkoren wurde, war dann im Herbst noch mal ein ganz besonderes Highlight für die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft.

Höhepunkt der Generalversammlung war dann die Wahl eines neuen Schießmeisters, da der langjährige Amtsinhaber Peter Schöttler aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt nicht mehr ausführen kann. Drei Bewerber gingen in das Rennen, das nicht nur das Amt des Schießmeisters, sondern auch noch den stellv. Hauptmann einschließt. Die Bewerber waren: Kompanieführer Andreas Kraas aus Oeventrop, Schießgruppenleiter Timo Spiegel aus Dinschede und Beisitzer Matthias Schlupp aus Glösingen. Alle drei gehören dem Bruderschaftsvorstand an und hatten zuvor erklärt, dass sie bei einer Nichtwahl auch weiterhin im Amt bleiben werden.

Kurz vor 19 Uhr verkündete Oberst Bette das Ergebnis der ausgezählten Stimmen: 53 Andreas Kraas – 90 Matthias Schlupp und 105 Timo Spiegel, der als Schießgruppenleiter sicher auch die besten Karten bei dieser Wahl hatte. Alle Schützenbrüder können mit seiner Wahl zufrieden sein, denn Timo ist ein ausgesprochen sympathischer Typ, seine Wahl ist ein zweiter Schritt auf seiner Karriereleiter der Bruderschaft!

Nach der Wahl sprach Johannes Bette die Vorbereitungen auf das 250-jährige Jubiläumsschützenfest im August 2016 an und lud alle Schützenbrüder ganz herzlich für die Auftaktveranstaltung am Patronatsfest am 16. Januar in die Schützenhalle ein.

Der Versammlung lag ein Antrag unseres Schützengecks Leon Jaekel vor, der gerne die Stellung des Gecks im Oeventroper Schützenwesen definiert hätte. Exzellent stellte dieser junge Schützenbruder sein Anliegen vor. Beim erstmals ausgetragenen Stadtschützenfest habe es ihm und seiner Geckin sehr leid getan, dass sie zwar eingeladen waren und auch mitmarschieren durften, dass er aber als Geck nicht am Schießen der Jungschützenkönige teilnehmen durfte, weil er eben nur ein „Geck“ und kein Jungschützenkönig sei.
Die Versammlung zeigte vollstes Verständnis für seinen Antrag. Oberst Bette erklärte, dass er die Abstimmung über diesen Antrag gerne in die Frühjahrsversammlung verschieben möchte, um zuvor mit dem Kreisvorstand Kontakt auf zu nehmen, ob auch ein Geck am Vogelschießen der Jungschützenkönige teilnehmen dürfe oder ob es unbedingt ein Jungschützen- oder Vizekönig sein müsse. Leon Jaekel stimmte der Verlegung aufs Frühjahr zu, „da für ihn der Zug bereits abgefahren sei“, er möchte mit seinem Antrag nur den zukünftigen Gecken den Zugang zum Schießen ermöglichen.

Die Restaurationsvergabe für die beiden Schützenfeste 2016 wurde wieder auf den Vorstand übertragen. Johannes Bette wies darauf hin, dass der langjährige Bierpreis von 1,20 evtl. nicht mehr zu halten sei.

Unter Punkt Verschiedenes wurde zunächst der langjährige Hallenwart Kuno Brüggemann mit einem Präsent für sich und seine Frau verabschiedet. Neuer Hallenwart wird ab Januar Ludger Schröder.

Zum Schluss trat Präses Pastor Ernst Thomas ans Mikrofon. Er bedankte sich bei allen, die in der Zeit seiner schweren und lang andauernden Krankheit an ihn gedacht und für ihn gebetet hätten. Er habe immer wieder erfahren können, wie sehr die Oeventroper doch an ihn gedacht und ihm alles Gute gewünscht hätten, das hätte ihm Kraft und Zuversicht gegeben!

Seine letzten Worte galten den zu erwarteten Flüchtlingen:

Wir warten auf Gäste, wir warten auf Menschen, die zu uns kommen und die bei uns offene Türen suchen und sie werden sie auch finden. Sie wissen, dass wir 50 Flüchtlinge in den Oeren schon gut betreuen, mit Hilfe der Caritas und inzwischen sind es schon über 140 Menschen, die sich zur Hilfe bereit erklärt haben, darauf können wir in Oeventrop stolz sein. Ich möchte euch als Schützenbrüder bitten, für eine gute Stimmung zu sorgen. Wir brauchen nicht nur Menschen mit handwerklichen Fähigkeiten und der Bereitschaft zu helfen, wir brauchen vor allem eine gute Stimmung; diese zu verbreiten, dazu sind wir als Christen und Schützenbrüder verpflichtet. Es hat nicht jeder Kapazitäten und Mittel frei um zu helfen, aber für gute Stimmung sorgen kann jeder, dazu bedarf es nur eines guten Herzens!

Text und Fotos: Franz-Josef Molitor
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