Würdige Ehrung der Bombenopfer vom 9. März 1945 / Totenstille beim Vortrag von Bernd Scherer

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Die Abordnungen an den Gräbern der Bombenopfer auf dem Friedhof
NIEDEREIMER Zum 70. Jahrestag des schweren Bombenangriffs auf den Heereskraftfahrpark in Niedereimer gedachten die Bürger des Ortes den 21 Opfern vom 9. März 1945. An diesem Tag zerstörten alliierte Fliegerverbände unbeabsichtigt zwei Wohnhäuser in der Ortschaft. Alleine im Haus Kaiser verloren auf einem Schlag 18 Menschen, zwischen sieben Monaten und 58 Jahren, ihr Leben. Drei weitere Männer im Alter von 35, 47 und 53 Jahren starben im Haus Winkelmann beziehungsweise auf dem ehemaligen Ziegeleigelände an der heutigen Dieselstraße.
Am vergangenen Montag, dem 9. März 2015 fand hierzu eine würdige Gedenkveranstaltung, bestehend aus drei Teilen, statt. Zuerst traf sich die altersgemischte Bevölkerung zur Kranzniederlegung am Ehrenhain auf dem Friedhof. Hierzu waren die Fahnenabordnungen der Gruppierungen, vier Fackelträger, eine Gruppe Musiker sowie die Ratsvertreter von SPD und CDU zugegen. Nach einer kurzen Ansprache des Ortsheimatpflegers Detlev Becker legte dieser gemeinsam mit dem Vereinsringsvorsitzenden Klaus Vernholz einen Kranz an den Gräbern der Bombenopfer und der vier Zwangsarbeiter nieder. Im Anschluss ging es in die Stephanuskirche. Dort hielt der Bezirksgeschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Herr Bernd Scherer, der auf inzwischen auf über 80 Personen angewachsenem Besuchergruppe, einen Vortrag zum Verlauf des 2. Weltkrieges. Während dieser Zeit herrschte gespannte Aufmerksamkeit. Zum Abschluss der vom Arbeitskreis Dorfgeschichte Niedereimer organisierten Veranstaltung zelebrierte Vikar Guido Ricke den Gedenkgottesdienst für die Bombenopfer, Kriegstoten und Vermissten aus Niedereimer. Ein Gesangstück der Organistin Beatrix Schröder, zum Thema Krieg, ging den Kirchenbesuchern besonders unter die Haut. Ebenso konnten sich die Besucher an einer Schautafel des AKD in der Kirche zu den Ereignissen des 9. März 1945 informieren.
Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Niedereimer veranstaltet zudem eine Ausstellung zum Ende des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren, vom 8. bis zum 17. Mai in der Halle Friedrichshöhe mit dem Schwerpunkt „Erinnerungen an schwere Zeiten in Niedereimer“. Hierzu wird ebenfalls eine interessante Dokumentation mit Zeitzeugenberichten in Form des beliebten Heimatblattes „Der Ninivit“ vom AKD herausgeben.
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