Bindeglied zwischen Bevölkerung und Rathaus

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Studiert die Pläne der neuen Anlage "Die Grüne Mitte": Eisborns Ortsvorsteher Martin Danne
 
Ein Wasserspielplatz im Schatten der alten Kastanie, so stellt sich Martin Danne die Neugestaltung vor.
Balve: Horster Straße | Ortsvorsteher Martin Danne setzt sich für Eisborn ein

Eisborn, ein Ortsteil der Stadt Balve, hat rund 540 Einwohner Der selbstständige Tischlermeister Martin Danne wurde hier am 20. September 1949 geboren und seit 1994 vertritt er das Dorf als Ortsvorsteher. Welche Aufgaben damit auf ihn zukamen, fasst er in einigen kurzen Sätzen zusammen: „Ich sehe mich als Bindeglied von der Bevölkerung zur Verwaltung.“ Wichtig sei es, die Eisborner Anliegen dem Bürgermeister vorzutragen. Und dazu werden natürlich auch noch repräsentative Aufgaben wahrgenommen: „Wie beispielsweise Gratulationen.“
Martin Danne ist bereits seit 1989 in der Politik tätig. Er wollte nicht die Hände in den Schoss legen und zuschauen, wie andere Menschen seine und die Geschicke der Bürger bestimmen. Er wollte etwas bewegen. „Und nur mit einer Mehrheitspartei ist ein effektives Gestalten überhaupt möglich“, hat sich der Handwerksmeister Gedanken über die Auswirkungen seiner politischen Tätigkeiten gemacht. Deshalb ist er Mitglied bei den Christdemokraten, die im Rat der Hönnestadt mit 18 Mitgliedern vertreten sind, und dort nicht nur die Mehrheit stellen, sondern mit Hubertus Mühling auch den Bürgermeister. Trotz dieser politischen Verhältnisse sieht er hier noch Nachholbedarf: „Ich würde mich freuen, wenn wir noch besser aus der Verwaltung informiert würden. Hier sehe ich noch Mängel, das könnte besser sein.“
Dass es sich lohnt, sich für seinen Ortsteil einzusetzen, kann der Familienvater, zwei Kinder, fünf Enkel, genau erläutern: „Hier herrscht wenig Straßenverkehr, deshalb haben wir eine ruhige Ortslage. Liegen aber trotzdem zentral.“ Das Dorf ist von allen größeren Städten aus leicht zu erreichen. Neheim, Hüsten, Hemer oder Menden, alles im Umkreis von zwölf Kilometer. Und quasi vor der Haustür: Balve selbst mit dem Rathaus, der bekannten Höhle oder seinen vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten.
Besonders möchte der Ortsvorsteher die gute Luft herausheben, die vielen Wanderwege und den Aussichtsturm. Und schließlich. „Welcher Ort in dieser Größe kann schon zwei sehr gute und in weitem Umkreis sogar bis ins Ausland bekannte Restaurants beziehungsweise Hotels vorweisen?“.
Zurzeit liegt Danne der Erhalt und die Förderung des Kindergartens im Besonderen am Herzen. Aber auch: „Das Tretbecken, das unsere Wanderwege gut ausgezeichnet sind, die Brauchtumsfeste und andere Veranstaltungen. Zudem fordert er weitere Bauplätze. „Nur dadurch kann ein Dorf wachsen.“ Gleichzeitig will er damit der Demografie entgegenwirken: „Wir können nur mit neuen Flächen und dem Erhalt des Kindergartens gegen die Überalterung arbeiten.“
Weitere Wünsche: „Das sich die heimischen Bürger an den Traditionsfesten und sonstigen Veranstaltungen beteiligen.“ Ganz wichtig: „Ich würde mich freuen, wenn viele Einwohner dem Ortsvorsteher helfen würden, die Parkanlagen und den Friedhof in Ordnung zu halten.“ Außerdem erhofft er sich mehr Präsenz des Bauhofs vor Ort zwecks der Pflege der Grünflächen.
Er findet aber auch lobende Worte: „Sehr gut ist der Zusammenhalt der Vereine. Das ist schon beispielhaft.“
Im Moment scheint sich aber etwas zu tun. Das Dorfentwicklungskonzept für die Hönnestadt und ihre Ortschaften sieht für Eisborn die so genannte „Grüne Mitte“ vor. „Dabei geht es um die Neugestaltung der kleinen Parkanlage beziehungsweise des Spielplatzes. Das Umfeld der Schützenhalle ist ebenfalls inbegriffen“, präzisiert Martin Danne. „Ein neuer Wasserspielplatz und neue Spielgeräte sowie saubere Parkplätze sollen die Lebensqualität erhöhen.“ Abgerundet wird die Umgestaltung dann noch durch eine Vielfalt an Anpflanzungen.
Etwas ist dem Ortsvorsteher ein Dorn im Auge. „Der Lkw-Anlieferverkehr für unser Dorf ist über den Märkischen Kreis nicht möglich. Jegliche Fracht muss über das Hochsauerland transportiert werden. Hier wäre ein Ausbau der Straße aus dem Hönnetal hoch zu uns sinnvoll“, macht sich Martin Danne intensiv Gedanken über die Infrastruktur.
Selbstständiger Tischlermeister, in der Politik für die Kommune tätig, zudem als Ortsvorsteher immer für seine Eisborner da, wie spannt der 67-Jährige denn mal aus? „Och, das ist einfach“, lacht der Handwerker. „Wenn ich mit den Enkelkindern spiele oder den Nutzgarten bearbeite, fahre ich wieder runter.“ Heimatforschung und die Arbeit im Kirchvorstand zählt er ebenfalls zu seinen Hobbys. Und dann ist da noch der Freitag: „Da spiele ich Karten mit meinen Freunden.“
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