NSU Wankel Spider

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Balve: Hönnetal | Am Brückentag der letzten Woche war eine Fahrt nach Menden vorgesehen. Im Hönnetal standen auf einem Parkplatz eines Restaurants einige „seltene“ Fahrzeuge. Es wurde im Auto sofort gerätselt. Waren das eventuell DKW’s (Junior)?

Also, mal eben der Sache auf den Grund gehen. Kurz gewendet und die Autos mal ansehen. Mir war im vorbeifahren schon klar, dass diese Fahrzeuge für einen DKW einfach „zu klein“ waren.

Wieder am Parkplatz angekommen, konnte das Geheimnis gelüftet werden. Es war eine „Armada“ NSU Wankel Spider die dort Pause machte. Es waren auch noch einige NSU Ro80 dabei. Alle diese Fahrzeuge haben eins gemeinsam: den NSU Wankel-Motor. Bei den Spidern war es ein Einscheiben-Wankelmotor, bei dem Ro80 ein Zweischeiben-Wankelmotor.

Der NSU Wankel Spider basierte auf dem NSU Prinz (Sport Prinz). Doch anstelle des Hubkolbenmotors war in diesem Fahrzeug ein Einscheiben-Wankelmotor (Kreiskolbenmotor) mit einem Hubraum von 497,5 cm³ und einer Leistung von 50 PS bei 6000 U/min eingebaut worden. Der Motor verfügte über eine Wasserkühlung, während die Prinzmotoren ja luftgekühlt waren. Der Wankelmotor vermochte den Spider bei maximaler Drehzahl innerhalb von 14,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit war vom Werk aus mit 155 km/h angegeben. Das Fahrzeug wog leer 700 kg und hatte ein zulässiges Gesamtgewicht von 950 kg.

Es gab auch eine Sportversion in einer Stückzahl von ca. 10 Fahrzeugen, denen man ein Triebwerk mit 65 PS spendiert hatte.

Insgesamt wurden in den Jahren von 1964 bis 1967 insgesamt 2375 Exemplare des Spiders gebaut. Heute zählen sie zu dem hochgefragten Exemplaren in der Oldtimer-Szene. Das Fahrzeug kostete bei seiner Markteinführung 1964 stolze 8500 DM. Der Preis änderte sich bis 1966 auf rund 7000 DM.

Diese Fahrzeuge wurden auch im Automobilsport eingesetzt. Die größten Erfolge waren:
Deutsche Rallyemeisterschaft aller Klassen 1966 durch Karl-Heinz Panowitz und Deutscher Bergmeister aller Klassen in den Jahren 1967 und 1968 durch Siegfried Spieß.

Der NSU Wankel Spider diente auch als Vorläufer für die Entwicklung des „großen Bruders“ Ro80 der bei dieser Ausfahrt auch mit einigen Fabrikaten vertreten war.
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