Vorfreude auf Pilgerfahrt nach Lourdes ist groß

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Der Weg ist das Ziel bei der langen Fahrt mit dem Sonderzug von Paderborn aus über Lippstadt, Geseke, Soest, Hamm , Dortmund und Hagen weiter über Köln und Trier nach Lourdes.
 
Behinderten Mitpilgern widmen die Malteser immer ein besonderes Augenmerk, ihnen die Teilnahme zu ermöglichen ist ihnen sehr wichtig.

Immer wieder läutet das Telefon bei den Maltesern in Paderborn. Viele Interessierte haben Rückfragen zu der vorösterlichen Pilgerfahrt nach Lourdes. Vom 10. bis 16. April 2014 organisieren die Malteser dann die 34. Familienwallfahrt in den Marienort in Südfrankreich.

Derzeit laufen die Anmeldungen, viele Menschen nutzen die Tage des Advents bis hin zu den tagen zwischen den Festen, um sich bereits auf die Pilgerfahrt im nächsten Jahr vorzubereiten.

So geht es auch Frau G. aus Lippstadt. In diesem Jahr war sie das erste Mal mit den Maltesern in Lourdes. Ihr Mann ist vor etwa einem Jahr verstorben. Seitdem lebt sie alleine. Der Besuch bei der Muttergottes gebe ihr Kraft. Zudem hat sie auf der Pilgerfahrt neue Bekannte kennengelernt und mit ihnen möchte Sie auch im kommenden Jahr wieder gemeinsam nach Lourdes pilgern. Vor dem Weihnachtsfest hat die ältere Dame etwas Angst. „Ich bin alleine, mein Mann ist ja verstorben, das ist an Weihnachten dann nicht so einfach.“ berichtet sie Raimund Neuhaus von den Maltesern in Paderborn. Er ist einer der Hauptorganisatoren, die alljährlich die Pilgerfahrt der Generationen planen und vorbereiten. „Frau G. kann es kaum abwarten, dass es wieder nach Lourdes geht. Die große Pilgergemeinschaft, das Gebet und die vielen Begegnungen lassen sie die Alltagssorgen vergessen und geben ihr Kraft“, beschreibt er die Stimmung des Gespräches, als er den Telefonhörer wieder aus der Hand gelegt hat.
Kurz darauf läutet es an der Tür der Geschäftsstelle der Malteser. Herr L. aus Essen ist zur Anmeldung gekommen. Er selbst ist seit über 30 Jahren Mitglied der Malteser und fährt nun auch schon seit einigen Jahren gemeinsam mit seiner Frau im Paderborner Pilgerzug nach Lourdes. Er hat sich extra auf den Weg gemacht, um persönlich seine Anmeldung abzugeben und noch ein paar Details zu besprechen.
„Wir versuchen schon alles möglich zu machen“, bedankt sich Raimund Neuhaus für sein Engagement.
Dabei erinnert er sich an ein Ehepaar, das in diesem Jahr erstmalig mit in Lourdes war. Die Frau dieses Ehepaares benötigt dauerhaft eine Sauerstoffversorgung aus einem mobilen Gerät. Um für die gesamte Pilgerfahrt genügend Sauerstoff dabei zu haben, wurde extra ein Zusatztank mitgenommen und im Zug verstaut. Für diese und viele andere Fälle stehen viele Ärzte und Helfer den Pilgerinnen und Pilgern zur Seite, falls sie während der sieben tägigen Reise Hilfe benötigen.

In der Schützenhalle im sauerländischen Finnentrop-Heggen herrscht ein buntes Treiben. Die Firmbewerber sind eingeladen worden, um über die Firmvorbereitung informiert zu werden. Mittendrin Thomas Ohm aus Dortmund sowie Stephan Graf von Spee mit seiner Tochter Aline aus Finnentrop vom Pilgerdienst der Maltesern. Eine Möglichkeit, sich auf den Empfang des Firmsakraments vorzubereiten, ist die Teilnahme an der Pilgerfahrt nach Lourdes.
Beim Markt der Möglichkeiten kommen Jugendliche auch zum Infostand der Malteser. „Was ist eine Pilgerfahrt? Wo liegt Lourdes? Was machen wir während der Pilgerfahrt?“ diese Fragen stellen die Jugendlichen den Vertretern der Malteser. Mit Begeisterung erklären die Malteser den Firmlingen, was Lourdes für sie bedeutet und was die Jugendlichen während einer solchen Pilgerfahrt erwartet. „Das klingt interessant und aufregend. 24 Stunden mit dem Zug zu fahren und dann ein paar Tage in Südfrankreich verbringen“, entgegnen die Jugendlichen nach dem Gespräch.

Als Familienwallfahrt von Jung und Alt, hat sich die Wallfahrt fest eingebürgert. Bereits zum 34. Mal führt sie Menschen aller Altersstufen nach Lourdes. Dort ist vor über 150 Jahren die Muttergottes dem Bauernmädchen Bernadette erschienen. Seit dieser Zeit gilt die Grotte mit der Quelle, an der die Muttergottes zu Bernadette gesprochen hat, als wundertätig. In jedem Jahr fahren Menschen nach Lourdes, um die Muttergottes zu verehren und Kraft aus dem Besuch des Ortes, dem gemeinsamen Gebet und der Pilgerfahrt an sich zu ziehen. Seit fünf Jahren haben die Malteser die Organisation der Wallfahrt übernommen. Vom Firmkursus über ganze Familien, von der Großmutter bis zum Enkel fahren viele Menschen ebenso mit im Pilgerzug, wie auch Kranke und Behinderte.
Anmeldungen für die Wallfahrt sind möglich bei den Maltesern in der Diözesangeschäftsstelle in Paderborn unter 0 52 51 / 13 55 0 oder unter paderborn@malteser.org. Dort kann auch weiteres Informationsmaterial angefordert werden. Die Pilgerfahrt kostet ab 575 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 320 Euro, die Unterbringung erfolgt in Drei Sterne Hotels. Neben der Zugfahrt wird auch ein Transfer per Flugzeug angeboten.
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