13. Juni, Gedenktag für den hl. Antonius von Padua

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Holzplastik, Peter-und-Paul-Kirche in Grieth
Am 13. Juni gedenkt die Kirche dem hl. Antonius von Padua. Seine enorme Popularität über die Jahrhunderte habe ich selber noch „am eigenen Leibe“ erfahren. Mein Vater und seine Brüder, ich selber und auch meine Geschwister, erhielten als dritten Taufnamen „Antonius“, beziehungsweise die weibliche Variante. Der Heilige wurde angerufen wenn Sachen verloren gegangen waren und bekam bei Erfolg dann etwas versprochen. Dies ist vielleicht das Einzige was man über ihn weiß. Wenn man heute sagt, ein Priester sei „volksnah“ meint man, er feuere gerne den ersten Schuss beim Schützenfest und trinke ordentlich mit. Über den Heiligen berichtet man jedoch anderes: „Aus allen seinen Worten sprach nur die Liebe zum armen misshandelten Volke. Mutig und kühn trat er auf gegen jede Schlechtigkeit, wo immer sie ihm begegnete, auch den Großen gegenüber fand er, wenn nötig, scharfe Worte. Tag für Tag predigte er dem Volke, das in Massen herbeiströmte“. Sein Lieblingslied, dessen Worte er noch im Sterben murmelte, war das „O gloriosa Domina“, das im ersten Vers zur Gottesmutter spricht…
Den, der dich erschuf, nährst du als Kind an deiner heiligen Brust.
Solche tiefe Gedanken dichtete bereits Ephräm der Syrer, im 4. Jahrhundert, Gedanken die nicht in süßen Glanzbildchen wiedergegeben werden können, weil sie das Mysterium der Schöpfung und das Mysterium der Menschwerdung Gottes betreffen. Der große Dichter Venantius Fortunatus dichtete „O gloriosa Domina“ auf die Gottesmutter im 6. Jahrhundert. Hier... zu hören und hier (auf Englisch)... nachzulesen.
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