Hitomaros letzte Liebe

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Ukiyo-e von Utagawa Kuniyoshi mit Kakinomoto-no Hitomaro, Wikipedia Commons. Dargestellt wird die Szene des berühmtesten Gedichts des Dichters, aus der Sammlung "(von) Hundert Dichter(n je) ein Gedicht".
"Hitomaros letzte Liebe" ist kein Roman, sondern ein empfehleswerter Aufsatz des Japanologen André Wedemeyer (1875-1958) über den Dichter Kakinomoto-no Hitomaro, der im 7. und 8. Jahrhundert lebte und als einer der „6 berühmten Dichtergenien“ verehrt wird.

Damals schrieb man in einer der kompliziertesten Schreibsprachen der Welt, die viele verschachtelte Sprachspiele erlaubte. Was für Dichter und Leser damals ein reizendes Spiel bedeutete, wäre für uns heute völlig unverständlich wenn es nicht Generationen von Erklärern gegeben hätte.

Auch deutsche Gelehrte haben sich dem Verständnis altjapanischer Dichtkunst gewidmet und Großes auf diesem Gebiet geleistet. André Wedemeyer ist einer von diesen. Völlig zuhause in den Schatzkammern zweier Kulturen, der deutschen und japanischen, sah er mehr als viele andere und konnte es auch schöner herüberbringen.

Seien Sie nicht erstaunt beim lesen des Aufsatzes, dass Wedemeyer mit Goethe anfängt. Auch Hitomaro war ein hoher Beamter, und wie Goethe liebte auch er die Natur; und wie Goethe verliebte er sich nochmals in reifen Jahren, daher der Titel. Nebenbei erfahren Sie einiges über die Aufgaben eines Provinzstatthalters im damaligen Japan. Ein Heftchen voller Perlen.

Der Text kann als PDF per rechten Mausklich heruntergeladen werden. Für eine Hörprobe des wohl berühmtesten Gedichtes Hitomaros, das oben im Bild dargestellt wird, klicken Sie bitte HIER....
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2 Kommentare
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Willi Heuvens aus Kalkar | 12.05.2013 | 09:29  
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Jan Kellendonk aus Bedburg-Hau | 12.05.2013 | 17:49  
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