Licht in der Dunkelheit: Museum ehrt Denis Diderot und Aufklärung

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Diderot gemalt durch Louis-Michel van Loo, um 1770
Ein paar Tasten angetippt und schon stehen uns im Internet wichtige Informationen zur Verfügung. Unzählige arbeiten am kostenlosen Lexikon „Wikipedia“, zur allgemeinen Erhebung der Menschheit. Dieser Traum beseelte schon im 17. und 18. Jahrhundert Gelehrte und Schriftsteller in Europa. Licht in das Dunkel zu bringen und Wissenswertes der ganzen Welt für ein breites Publikum zur Verfügung zu stellen war das Ziel von Ephraim Chambers der 1728 eine „Cyclopaedia" in zwei Teilen herausbrachte. Die begeisterte Aufnahme dieses Werkes in England, brachten Herausgeber in Frankreich auf die Idee, Ähnliches zu produzieren und ein gutes Geschäft damit zu machen. Obwohl mehrere Autoren an diesem großen Projekt mitarbeiteten, ist Denis Diderot (1713-1784) der beharrlichste, fruchtbarste und sicherlich auch tapferste, der sich sowohl gegen Betrug des eigenen Verlegers als auch Bedrohungen durch Kirche und Staat wehren musste. Schon der Hinweis, dass irgendetwas sich entwickelt und nicht „gottgegeben“ sei, war der Obrigkeit ein Dorn im Auge. Diderot hatte jedoch auch Förderer, so dass das Lexikon schließlich, mit Hilfe vieler gedruckten Quellen und bereitwilligen Informanten, erscheinen konnte. Die Radierung des Titelblatts des ersten Bandes ist aufschlussreich. Eine Gruppe Männer hält ein Gefäß in die Höhe, offenbar bittend, die vielen Musen über ihren Häuptern, die allerhand Forschungsgeräte in den Händen halten und sich künstlerisch betätigen, mögen dieses Gefäß füllen. Ganz oben sehen wir wie eine Frau entschleiert und bekränzt wird, es ist die noch nicht ganz nackte Wahrheit. Ein schönes, aber naives Bild. Heute wissen wir, dass die Wahrheit sich nicht endgültig entschleiern lässt, dass jede neue Einsicht neue, interessante Probleme zeigt. Die Geburtsstadt des Diderot, Langres, besitzt seit kurzem ein Museum das ihrem großen Sohn und seiner Zeit gewidmet ist. Näheres in Wikipedia...
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