Der Goldene Ochsenorden 2015 geht nach Bedburg-Hau

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Die Mitglieder des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte Kreis Kleve werden mit dem Kalkarer Ochsenorden für ihr soziales Engagement ausgezeichnet.

Kalkar/Bedburg-Hau.

„Dieser Termin gehört zu den schönen.“ Das sagte in der vergangenen Woche Bürgermeister Peter Driessen, Bedburg-Hau, als der diesjährige Träger des Kalkarer Goldenen Ochsenordens vorgestellt wurde.

Im Sinne des Ochsenordenmottos: Ein Herz hat nur, wer ein Herz für andere hat, wird der Orden der Kalkarer Karnevals-Gesellschaft (KKG) am Ochsensonntag, 1. Februar, im Rathaus der Stadt Kalkar an den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Kreis Kleve überreicht.

Verein engagiert sich für Menschen mit Behinderung


„Seit 2001 kam kein Ordensträger mehr aus unserer Gemeinde“, informierte Peter Driessen, der sich sichtlich freute, dass die Wahl auf einen Bedburg-Hauer Verein fiel. Die Vereinsmitglieder engagieren sich auf verschiedenen Ebenen: Zum einen unterstützen sie als Förderverein die Dietrich Bonhoeffer Schule, Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte in Bedburg-Hau, zum anderen haben die Vereinsmitglieder die Aufgabe übernommen, behinderte, junge Erwachsene nach der Schullaufbahn in ein selbständiges Leben zu begeleiten. Deshalb wurde im Jahr 2005 der Verein „Betreutes Wohnen für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung - BetreuWo“ ins Leben gerufen.

Warum sollten behinderte Kinder kein eigenständiges Leben haben?

Wolfgang Wachholz, Vater eines behinderten Kindes: „Wir haben als Eltern überlegt, was mit unseren Kindern ist, wo sie wohnen.“ Seine drei anderen Kinder würden ein eigenes Leben leben. „Warum sollten das behinderte Menschen nicht haben?“ In vier Hausgemeinschaften werden heute 50 Menschen betreut. Der Förderverein hilft, wo es nötig ist. Zum Beispiel wurden zwei Kleinbusse angeschafft, um Kinder zur Reittherapie zu bringen. Und auch die Kosten der Reittherapie werden übernommen. Die Wahl des Ordensträgers erfolgte beim Dreikönigsball der KKG am vergangenen Wochenende einstimmig. Stephan Weber, Senatspräsident der KKG: „Jeder kann im Vorfeld seine Vorschläge unterbreiten.“ Gerhard Fonck, Bürgermeister der Stadt Kalkar, versicherte: „Dieser Orden ist ein wertvoller - ist am ganzen Niederrhein bekannt.“
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