Dr. Marie Brill in den Ruhestand verabschiedet

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Alle wollten "Tschüss" sagen (v.l.n.r.): Martina Wenzel-Jankowski (LVR-Dezernentin), Peter Hohl (Vorsitzender Krankenhausausschuss 4), Dr. Marie Brill (Ärztliche Direktorin LVR-Klinik Bedburg-Hau), Stephan Lahr (kaufmännischer Direktor LVR-Klinik Bedburg-Hau), Christa Kreuzhof (ehemalige Pflegedirektorin LVR-Klinik Bedburg-Hau), Beate Ernesti (stellv. Personalratsvorsitzende LVR-Klinik, Peter Brill (Ehemann), Bürgermeister Peter Driessen und Alexander Eckert (ehemaliger Ärtzlicher Direktor LVR-Klinik Bedbur (Foto: Uwe Weiser/LVR.)
Bedburg-Hau: Gesellschaftshaus |

Nach 32 Dienstjahren hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Dr. Marie Brill als Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik Bedburg-Hau verabschiedet.

Ihre ärztliche Karriere in der Klinik begann Brill bereits im August 1984, bevor sie 1992 zur Stellvertreterin des Leitenden Arztes (heute: Ärztlicher Direktor) und 2004 zur kommissarischen Leiterin bestellt wurde. Seit Februar 2006 ist Brill als Ärztliche Direktorin der psychiatrischen Fachklinik in Bedburg-Hau tätig.

Nach ihrem Medizin-Studium in Pilsen arbeitete Brill mehrere Jahre in der Forschung an der dortigen medizinischen Fakultät. 1983 floh sie in den Westen und arbeitete in der LVR-Klinik Bedburg-Hau. Die 65-Jährige bemühte sich intensiv um eine Dezentralisierung der Klinikangebote, um die Menschen in der Region flächendeckend und wohnortnah zu erreichen. So geht auf ihre Initiative – die Planungen begannen vor rund 10 Jahren – der Bau des neuen Standardbettenhauses mit 90 Betten zurück. Der Grundstein soll noch in diesem Jahr gelegt werden. Angestoßen hat sie auch die Errichtung einer Tagesklinik mit 18 Plätzen in Emmerich und einer Akutklinik in Geldern, deren Fertigstellungen jedoch nicht mehr in die Amtszeit der engagierten Direktorin fallen.

Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen, würdigte im Gesellschaftshaus der LVR-Klinik Bedburg-Hau Brills persönliches Engagement für den LVR: „Sie haben das Gesicht der Klinik für die nächsten Jahre nachhaltig geprägt, indem sie zukünftige Projekte ins Leben gerufen haben. Sie haben aber auch mutig dazu beigetragen, dass die erschütternde Rolle der Klinik im Zusammenhang mit den „Euthanasie“-Morden aufgearbeitet worden ist.“ Weiterhin betonte sie: „Losgelöst von zum Teil schwierigen ethischen Fragen ging es Ihnen bei Ihrer Tätigkeit immer um einen wertschätzenden Umgang mit den Patientinnen und Patienten unter Wahrung und Förderung der Autonomie.“ Peter Hohl, Vorsitzender des Krankenhausausschusses 4, dankte Brill für ihren Einsatz für weibliche Fachkräfte in Führungspositionen und die Gewinnung qualifizierten Personals aus dem Ausland.

Die Nachfolge von Dr. Marie Brill wird Anita Tönnesen-Schlack übernehmen.
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