Feuerwehr und Lebenshilfe üben den Ernstfall: Feuer im Behindertenwohnheim

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Bedburg-Hau: Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau |

Feuer in einem Wohnheim der Lebenshilfe. Schnell breitet sich Rauch aus. Schon nach wenigen Minuten ist die Sicht bei null. Dieses Szenario übte die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau mit den Löschgruppen Till-Moyland und Emmericher-Eyland/Bylerward/Huisberden jetzt in der Behindertenwohnanlage der Lebenshilfe in der Fährstraße. Die 24 Bewohner sollten hautnah erleben wie es im Ernstfall zugeht.



BEDBURG-HAU/ Huisberden
. Die Übung war für alle Beteiligten eine Herausforderung: Die Orientierung in den eigenen vier Wänden ist für geistig behinderte Menschen im Brandfall deutlich schwieriger. Es ist eine heikle Mission, die die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau am Abend bestehen muss. Denn in dem Gebäude, das in Brand geraten ist, halten sich normalerweise Menschen auf, die ein Handicap haben. Kein gewöhnlicher Hilfseinsatz also, denn die Einsatzkräfte wissen nicht in jedem Fall, wie die Bewohner auf sie reagieren werden.

„Wir müssen mit solch einer Situation rechnen. Darum brauchen wir das Training“, erklärt Stefan Veldmeijer, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau. Das Schreckensszenario trifft die Mitarbeiter und Bewohner nicht unvorbereitet. Sie hatten sich diese Übung selber gewünscht um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. „Wie reagieren die Einsatzkräfte auf die besondere Einsatzumgebung, in der täglich 24 behinderte Menschen wohnen und betreut werden?“ Dies solle durchgespielt werden, macht Veldmeijer klar.

In diesem Jahr war die Bedburg-Hauer Feuerwehr bereits an die 54 Mal im Einsatz. Im Gemeindegebiet gibt es neben den Schulen und Kindergärten viele weitere Gebäude, in denen im Falle eines Feuers viele Menschen einer Gefahr ausgesetzt sind. Zu den besonders heiklen Objekten zählen Seniorenheime und eben auch Behindertenwohnheime. „Wir wollen verstärkt üben. Unsere Einsatzkräfte müssen für solche Einsätze geschult werden. Was zählt, ist die Praxis“, betont der stellvertretende Wehrleiter Klaus Elsmann.

Für den Feueralarm in dem Wohnheim entwickelten die Einsatzkräfte zusammen mit der Einrichtungsleitung einen möglichst realistischen Brandfall. So imitiert dichter Nebel Rauch. Das macht die Brandbekämpfung und Vermisstensuche unter Atemschutzgeräten realitätsnah.
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