Gucken wie Koekkoek guckte...

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Auf einer riesigen Staffelei ist eine Vergrößerung einer Lithografie des Klever Malers Barend Cornelis Koekkoek angebracht, etwa dort wo der Maler damals gestanden haben mag, schauend auf die Erhöhung von Ubbergen. Ich sah nur diese Staffelei, fahrend von Leuth nach Nimwegen, aber es scheint davon noch 9 andere zu geben, alle mit Abbildungen von Künstlern des 19. Jahrhunderts. Nach Aussage des Organisators sei der „Hügelrücken“ von Ubbergen einzigartig in den Niederlanden, sei „unholländisch“ und habe deswegen viele Maler und Zeichner angezogen. Man gönnt natürlich jedem Dorf das Anhimmeln der eigenen Dorfschönen und ich müsste darin eigentlich zustimmen, da mein Großvater mütterlicherseits in dem auf Koekkoeks Lithografie abgebildeten Kirchlein getauft wurde, aber die Eiszeit hat überall ihre Spuren in der Form von Hügeln hinterlassen, und es gibt andere, sogar schönere Landschaften. Südlich von Nimwegen kann man von der Mookerheide aus über die Maas schauen und der Flecken Plasmolen zog um 1900 gleichfalls Künstler an, die ihren eigenen Beitrag zur Kunstgeschichte lieferten. Eine dort ansässige Malerfamilie, Cox, lieferte ihre Werke sogar an einen Kunsthandel in Antwerpen, so „allgemein ländlich“ waren sie gestaltet. Vater Gerard Cox nannten man den „Schafe Cox“, weil er Schafe und ihre Hirten so treffend wiedergab. Die Söhne Gerard, Toon (der später Peter genannt wurde) und Huub malten gleichfalls für ein großes Publikum und wandelten ihre vielen Werke nur geringfügig ab. In vielen Häusern hing damals in der Nähe vom Kruzifix ein Cox, beide auf die Heimat der Menschen verweisend, die geistige und die leibliche.
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Christiane Bienemann aus Kleve | 07.06.2016 | 06:35  
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