LVR-Klinik Bedburg-Hau: Spenden sind auf dem Weg in die Ukraine

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Wichtige Helfer beladen den Hilfsgütertransporter, der sich in dieser Woche auf den Weg in die Ukraine machte. v.l.n.r.: K.P. Röhl, Jürgen Janssen, Dr. Ralf Seidel, Dr. Elmar Spancken, Stephan Lahr, Robert Klein.
Bedburg-Hau: LVR-Klinik Bedburg-Hau |

Ein großer Lastwagen, randvoll mit Hilfsgütern der LVR-Kliniken Mönchengladbach und Bedburg-Hau, sowie der LVR-Krankenhaus-zentralwäscherei in Bedburg-Hau, ist derzeit auf dem Weg in das über 1500 km entfernte Psychiatrische Krankenhaus in Lviv (ehemals Lemberg) in der Ukraine.

Fast 50 Krankenbetten, rund 70 Matratzen und fast 90 Kartons mit Wolldecken, Schlafsäcken, Textilien aller Art und warmer Wäsche gehören zu den Spenden, die die Kliniken und ihre Mitarbeiter gesammelt und zur Verfügung gestellt haben. Die Idee zur Spendenaktion geht zurück auf den jüngsten Besuch einer ukrainischen Delegation. Unterstützt wird dies von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Seelische Gesundheit e.V. . Die beiden ehemaligen ärztlichen Leiter Dr. Elmar Spancken (LVR-Klinik Bedburg-Hau) und Dr. Ralf Seidel (LVR-Klinik Mönchengladbach) begleiteten die damalige Delegation und auch die jetzige Spendenaktion. Die LVR-Kliniken erfuhren während des Delegationsbesuchs von den katastrophalen Verhältnissen der Psychiatrischen Kliniken in der Ukraine. Die Situation in der Versorgung psychisch Kranker hat sich dort durch die militärischen Auseinandersetzungen inzwischen stark verschlechtert. So ist die Anzahl der Patienten, die aufgrund von Kampfhandlungen oder speziellen Notsituationen psychisch krank werden, deutlich gestiegen. Die Klinik Kulparkov, die in den kommenden Tagen den Hilfsgütertransport erwartet, ist derzeit mit mehr als 1500 Patienten dicht belegt und am Rande ihrer Kapazitäten angekommen. Die finanziellen Mittel sind so beschränkt, dass weder eine vollwertige Ernährung noch die medikamentöse Versorgung sichergestellt werden kann. Der Tagessatz für die Ernährung der Patienten ist z.B. auf umgerechnet 35 Cent, für Medikamente auf 15 Cent gesenkt worden. „Die Situation der Psychiatrischen Kliniken in der Ukraine ist uns vom Direktor der Klinik Kulparkow so klar beschrieben worden, dass wir sofort nach Wegen und Mitteln gesucht haben, unsere Solidarität nicht nur verbal auszudrücken, sondern auch gezielte Hilfe zu leisten“, erklärt der Kaufmännische Direktor der LVR-Klinik Bedburg-Hau Stephan Lahr. „Ich freue mich besonders darüber, dass so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich an der Spendenaktion beteiligt haben und wir nun mehr als 8 Tonnen Hilfsgüter auf die Reise in die Ukraine schicken konnten“, so Lahr weiter. „Zudem haben wir mit unserem im vergangenen Jahr in Rente gegangenen Leiter des Rehabiliationsbereichs, Karl-Peter Röhl, eine wichtige Stütze gehabt, um alle Formalien zu klären, die für eine solche Spendenaktion notwendig sind“, bekräftig Lahr.
„Mich haben bei einem Besuch Psychiatrischer Kliniken in der Ukraine, gemeinsam mit der Pflegedirektorin Christa Kreuzhof und Dr. Elmar Spancken, bereits vor Jahren die schlechten Verhältnisse in den psychiatrischen Einrichtungen dort tief bewegt, und die Situation derzeit hat sich leider weiter verschlechtert. Deshalb war es uns allen ein Anliegen, schnell und unbürokratische Hilfe zu leisten, die in den uns bekannten Kliniken auch ankommt“, erklärt Karl-Peter Röhl. „Ohne die Unterstützung von vielen anderen sind solche Spendenaktionen jedoch nie durchzuführen. Wir haben z.B. durch den Mitarbeiter Nected Baran der Emmericher Spedition Schreur, der stellvertretend für einige andere steht, einen wichtigen Partner gehabt, der uns bei den Transport– und Zollformalitäten wertvolle Hilfestellungen geben konnte, unterstreicht Röhl die Bedeutung aller Unterstützer.
„Der angekündigte Transporter und die deutsche Solidarität ist für die Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine unbeschreiblich wertvoll und erleichtert ihnen die schwierige Situation besser zu ertragen“, mit diesen Worten hatte sich der Leiter der ukrainischen Klinik bereits im Vorfeld der Spendenaktion stellvertretend beim Klinikvorstand bedankt.
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