Wespenplage 2015?

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Bei warmen und trockenem Wetter, wie in diesem Jahr, gibt es besonders viele Wespen. Muss man da gleich von einer Plage sprechen?
Die Wespe an sich hat einen schlechten Ruf. Verantwortlich dafür ist, dass sie uns im Freien, besonders bei Mahlzeiten, Eis, Obst und Getränken umschwirrt und bestrebt ist, etwas Nahrhaftes zu erhaschen. Die Gastronomie klagt schon und bei Luigi im Eis-Cafe sind sie auch nicht gerade willkommen.
Es gibt über 500 Wespenarten und ausschließlich die Deutsche Wespe (Gemeine Wespe) ist für den schlechten Ruf verantwortlich.
Die nützliche Wespe: Wie Bienen und Hummeln bestäuben sie Blüten und sie töten zudem schädliche Insekten im Garten.

Was tun?
Danach schlagen oder gar totschlagen ist nicht die beste Lösung. Fühlt sich die Wespe angegriffen geht sie gerne zum Gegenangriff über. Eine sterbende oder totgeschlagene Wespe sendet Pheromone aus und dadurch werden aggressive Artgenossen angelockt. Auch bei einem Stich werden weitere Wespen angelockt.
Ruhig bleiben auch wenn’s nervt, ruhig mal naschen lassen oder auch an geeigneter Stelle „Wespenfutter“ reichen, Obst und Honig mögen sie gern.

Was tun bei einem Stich?
Normalerweise sind Wespenstiche ungefährlich, es sei denn man reagiert auf das Gift allergisch, dann ist es umgehend notwendig Rettungsdienst/Notarzt zu rufen, dies gilt auch bei Stichen ins Gesicht, in den Mund und Rachen. In solchen Fällen besteht akute Lebensgefahr! Auch Kleinkinder sollten schnell einem Arzt vorgestellt werden.
Ansonsten, Ruhe bewahren, vom Ort entfernen. Wespen können mehrmals stechen und Artgenossen sind alarmiert. Den schmerzenden Stich kann man am besten mit einem Eiswürfel kühlen, ggf. auch eine antihistamin- oder leicht kortisonhaltige Salbe auftragen.

Meine Wespen:
Im Garten hat sich ein Wespenvolk in einem verlassenen Maulwurfsbau ein Nest gebaut. Aus sicherer Entfernung, 3 Meter und nicht in der Einflugschneise kann ich den Ein- und Ausflug beobachten. Im Haus hat sich nun auch ein Wespenvolk eingenistet. Das Einflugloch befindet sich unter der Dachrinne und das Nest in einen Hohlraum zwischen Dach, Boden und einer Wand. Keine Sorge, in Wohnräumen dringen sie nicht vor, sie bleiben in diesem Hohlraum. Im Spätherbst werde ich in den Hohlraum vordringen und mir das Nest mal anschauen, dann ist es nicht mehr gefährlich, denn alle Wespen sterben, es bleibt nur noch eine Jungkönigin die gut geschützt den Winter überlebt.

Sind Wespen geschützte Arten?
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es generell untersagt, wildlebende Tiere zu stören, zu beeinträchtigen oder gar zu töten. Hierbei besitzt die Hornisse (auch eine Wespenart) als streng geschützte Art einen besonderen Status. Nestumsiedlungen oder gar Abtötungen dürfen daher nur mit einer Genehmigung durch die untere Naturschutzbehörde erfolgen.

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14 Kommentare
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Günther Gramer aus Duisburg | 11.08.2015 | 21:09  
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Elke Preuß aus Unna | 11.08.2015 | 21:11  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 11.08.2015 | 21:21  
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Elke Preuß aus Unna | 11.08.2015 | 21:25  
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Bernfried Obst aus Herne | 11.08.2015 | 22:26  
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Peter van Rens aus Oberhausen | 12.08.2015 | 09:18  
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Gerhard Sternberg aus Bergkamen | 12.08.2015 | 09:28  
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Peter van Rens aus Oberhausen | 12.08.2015 | 09:31  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 12.08.2015 | 10:06  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 12.08.2015 | 10:37  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 12.08.2015 | 12:25  
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Lothar Dierkes aus Goch | 13.08.2015 | 19:41  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 15.08.2015 | 00:52  
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