Bedburg-Hauer Ratsmehrheit für Prüfung eines Kommunalen Integrationszentrums

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Bedburg-Hau: Rathaus |

Ein Kommunales Integrationszentrum dient der systematischen Verbesserung und der Verstetigung der Integration von ausländischen Mitbürgern. Sie vernetzen die relevanten Akteure in den Kommunen, bündeln ihre Aktivitäten und stimmen Sie aufeinander ab. Sie können Bestands- und Bedarfsanalysen durchführen sowie Handlungskonzepte, Projekte und Maßnahmen entwicklen. Die Mitarbeiter beraten und qualifizieren Fachkräfte, Multiplikatoren, Eltern und Seiteneinsteiger. Bislang lehnt der Kreis Kleve, in dessen Regie dieses eingerichtet werden müsste, dieses jedoch ab. Unverständlich findet die SPD Bedburg-Hau, die in der letzten Ratssitzung daher die Vorstellung eines Integrationszentrums durch die zuständige Koordinierungsstelle beantragte.

„Die Integration der Flüchtlinge ist eine Mammutaufgabe. Die Kommunen brauchen professionelle Beratung und Begleitung. Auch der Aufbau eines kreisweiten Dolmetscherpools wäre beispielsweise eine notwendige erste von vielen möglichen Aufgabenstellungen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Willi van Beek und ergänzt: „Die Ablehnung des Kreistages ist nicht nachvollziehbar, werden doch alle 5,5 Stellen vom Land NRW finanziert. Der Fördermittelverzicht wäre angesichts des Bedarfs schwer verständlich. Wir haben deshalb geworben, sich zumindest mal einer unvoreingenommen Prüfung eines Kommunalen Integrationszentrums nicht zu verschließen“.

Lediglich die örtliche CDU verweigerte sich dieser Argumentation. Mit einer Ratsmehrheit aus SPD, GRÜNE, FDP und Bürgermeister Peter Driessen beschloss der Rat nun, den Bürgermeister zu beauftragen, beim Landrat des Kreise Kleve eine Vorstellung und Prüfung des Kommunalen Integrationszentrums anzuregen.
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