IAA Frankfurt: Deutscher Autobauer verkauft auf dem Weltmarkt mehr Autos mit E-Antrieb als Verbrenner

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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der 67. IAA Pkw (Foto: Downloads IAA 2017 https://www.iaa.de/presse/fotos-2017/#/galerien/IAA2017_START)
Was läuft denn da falsch in Deutschland, wenn der Vorstandsvorsitzende Harald Krüger BMW auf der IAA Frankfurt verkündet, dass BMW auf dem Weltmarkt mehr Autos mit E-Antrieb verkauft als Autos mit Verbrenner?
Was läuft da falsch in Deutschland, wenn Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der IAA davon spricht, dass die deutschen Autobauer die Verbraucher und Behörden getäuscht und enttäuscht hätten?
Was läuft da falsch in Deutschland, wenn Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Luftreinhaltung auch die ausländischen Autobauer auffordert einen Beitrag zu leisten?
Da fordert die Bundeskanzlerin ausländischen Autobauer auf sich zu beteiligen und verharmlost den deutschen Dieselskandal. Nein Frau Bundeskanzlerin, es war Betrug an Verbraucher und Behörden und keine Täuschung. Die Autoindustrie hat mit Absicht sich und ihren Aktionären einen Vermögensvorteil verschafft und das Vermögen anderer (Verbraucher) geschädigt, durch Vorspiegelung falscher Tatsachen, und dies wird laut STGB §263 mit bis zu 5 (10) Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft. https://dejure.org/gesetze/StGB/263.html
Auch eine Täuschung ist strafrechtlich zu bewerten, es ist eine unwahre und damit falsche Behauptung. Doch hier liegt wohl eher eine arglistige Täuschung im Sinne des BGB § 123 vor, weil der Täuschende, die Autoindustrie genau wusste und dies auch wollte, dass es zu einem Irrtum des Getäuschten, des Verbrauchers führt.
Wenn schon der Verbraucher keine Chance mit einer Klage hat, ist es besonders schändlich, wenn selbst die Behörden die nach Aussage von Frau Merkel „getäuscht und enttäuscht“ wurden, dies also strafrechtlich relevant ist, keine Klagen einreichen.
Täusche DU mal eine Behörde, dann schlägt die Behörde unerbittlich zu.

Wo sind die deutschen E-Autos? Im Ausland!
Zumindest die von BMW. Nein auch VW kann es: In Norwegen sind 80 % der verkauften Volkswagen Plug-in-Hybride.
In Norwegen (im großen u. kalten Norwegen) stieg der Anteil von E- und Hybridautos im Juli diesen Jahres auf 53 Prozent. In den Niederlanden steht durchschnittlich alle 7 Kilometer eine Ladestation zur Verfügung; ein Stecker, eine Bezahlkarte. In Deutschland ein Stecker- und Bezahl-Wirrwar neben den viel zu wenigen Ladestationen.
Verkehrsminister Dobrindt will jetzt die Förderung von E-Auto-Ladestationen für private Investoren, Städte und Gemeinden aufstocken. Das ist lobenswert, kommt jedoch viel zu spät um das Ziel von Angela Merkel, 1 Mio. E-Autos bis 2020, zu erreichen.Und ob man damit z.B. alle  Tankstellen, die Konzerne dazu bewegen kann, Schnellladestationen zu betreiben ist wohl nicht zu erwarten. Dabei könnten Tankstellen mit ihren großzügigen überdachten Flächen vorzüglich Solarstrom selbst produzieren.

Deutschland hat ein Stromproblem
Der Strom kommt nicht nur aus der Steckdose, er kommt uns praktisch schon aus den Ohren. Deutschland hat einen Export-Strom-Überschuss (Stand 2015) von 56 TerraWattStd. Einige deutsche Nachbarstaaten wollen den deutschen Strom nicht mehr abnehmen. Windräder werden vornehmlich nachts abgeschaltet weil es keinen Abnehmer gibt.
Es fehlen Stromspeicher. Ein vorzüglicher Stromspeicher wäre .... das E-Auto, das nachts am Netz hängt.

Arbeitsplatzverluste in der Autoindustrie.
Es werden sicherlich Arbeitsplätze wegfallen. So oder so. Doch, durch ein weiteres Ver-Schlafen bei Politik und Autoindustrie wäre das Erwachen ein Desaster. Dabei bietet die „Wende“ eine riesige Chance auf dem Arbeitsmarkt. Der Erneuerbare-Energie- und Stromsektor, mit dem Ausbau der Netze, Transformatoren, Speicher, Wartung u.v.m. wird dem deutschen Arbeitsmarkt gut tun. Alleine bei den Erneuerbaren Energien waren 2015 bereits 355.000 Arbeitsplätze zu verzeichnen. Eine Studie von „statista“ (2017) geht davon aus, dass 500.000 Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energie bis 2020 vorhanden sein werden. Hinzugerechnet werden müssen noch die Arbeitsplätze in unbekannter Höhe für den allg. Stromsektor, begleitet vom Rückbau der Atommeiler und der sicheren Endlagerstätten.
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