Recep Tayyip Erdoğan vom Ex-Knacki zum Flüchtlingsretter

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Recep Tayyip Erdoğan (Foto: www.kremlin.ru als Urheber)
Ankara (Türkei): Erdogans Präsidentenpalast | Jawohl, selbst sein Name „Recep Tayyip Erdoğan“ ist Programm:
„Recep“ türkischer Name arabischer Herkunft = „der Respekt“; auch der 7. Monat des Muslimischen Kalenders mit dem Beinamen „al-fard“ = „der Einzige“
„Tayyip“ auch aus dem arabischen = „Gut“, „großzügig“, „sauber und rein“
„Erdoğan“ türk. Vor- und Familienname = „beherzt Geborener“ aber auch „Mann“, „Soldat“ und „Falke“

Vater Ahmet Erdoğan wählte die Vornamen (Respekt, gut, sauber und rein) wohl mit bedacht. Er, Ahmet war als Dreizehnjähriger aus der Stadt Batumi im heutigen Georgien, vormals Osmanisches Reich, in die Türkei geflohen. Recep Tayyip hat sicherlich einiges davon aus Erzählungen mitbekommen, und so ist es nicht verwunderlich, dass er gerade gegenüber Flüchtlingen positiv eingestellt ist.
Ein weiterer Grund dürfte auch sein, dass der Gute und der Respekt selbst oft verfolgt wurde und flüchten musste, obwohl er nur gutes im Sinn hatte. Er setzte sich für Wohlfahrt, Tugend und Ordnung ein und landete doch dafür im Knast.

Dschihad und Scharia
Zunächst in der „Nationalen Heilspartei“ (eine Art türkische AfD), dann in der „Wohlfahrtpartei“ die sich für den Dschihad und für die Einführung der Scharia einsetzte. Die Partei wurde 1998 verboten. Schnell wurde eine neue Partei gegründet, die „Tugendpartei“, den Dschihad und die Scharia noch im Kopf mit großem Misstrauen gegenüber dem Militär, das die strikte Trennung von Religion und Staat wollte, machte er schnell Karriere.

Lebenslanges Politikverbot
Recep Tayyip sah sich immer mehr Repressalien ausgesetzt; ja nicht ganz so wie die Kurden heute, aber immerhin nach drei Monaten „Tugendpartei“ im Knast gelandet. Verurteilt vom Staatssicherheitsgericht zu 10 Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot, wegen Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden und wegen dem Zitat: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Herşey Türkiye için
2001 erfolgte das Verbot der „Tugendpartei“, aus gleichem Grund wie bei der Vorgängerpartei und schon wieder verfolgt und auf der Flucht, mit der Forderung nach Gerechtigkeit (wie heute die Kurden) gründete er die Partei für „Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP), mit dem Wahlspruch: „Herşey Türkiye için“ („Alles für die Türkei“).
Alles in allem keine schlechten Voraussetzungen für einen Flüchtlingsretter!

Ja, ja die Kurden, das sind keine Flüchtlinge, sondern Terroristen. Nicht so wie der IS, der kämpft ja auch gegen die Kurden. Und den Dschihad und die Scharia, na ja, wollte er ja auch einführen. Oder will er das noch? Dafür kann man den IS ja auch mal unterstützen. Die Syrischen Flüchtlinge kommen ihm gerade recht und so nebenbei wird er dadurch zum Retter Europas.

Anfänglich stieß Erdoğans-AKP auf großes Misstrauen im westlichen Ausland und auch bei türkischen Intellektuellen, aber heute ist er ganz oben, selbst Angie M. zollt ihm Recep (Respekt).
Also, wozu die Aufregung? Die Flüchtlingsfrage ist doch in guten Händen!

Ab heute nimmt er sogar Flüchtlinge zurück, die er zuvor aufs Meer schickte. Ausgewählte Syrer dürfen nach Europa, Kurden sind nicht dabei, weil Terroristen.
Gibt es überhaupt Flüchtlinge aus Afghanistan, aus dem Irak? Nein, das sind doch sichere Staaten, so wie die Türkei.

Die Pressefreiheit ist nicht in Gefahr!
"Wir haben nie etwas getan, um die Medienfreiheit einzuschränken." so Erdoğan im Interview mit CNN-Moderatorin Christiane Amampour (im Stern abgedruckt) zum "extra3"-Song "Erdowie, Erdowo, Erdogan"
In den Knast kommen also nur Terroristen und Spione!
Und so darf auch ich ein Bild von Recep Tayyip Erdoğan veröffentlichen und sogar bearbeiten. Dazu muss ich jedoch zum Bild folgendes veröffentlichen, mit Liebesgrüße nach Moskau an Владимир Владимирович Путин:
„Diese Datei stammt von der Webseite des russischen Präsidenten und ist urheberrechtlich geschützt. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative Commons Attribution 3.0 Unported-Lizenz. Kurz gesagt: Du darfst die Datei vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen sowie Bearbeitungen davon anfertigen, solange du www.kremlin.ru als Urheber nennst. Das Erlaubnisschreiben des Pressesprechers des russischen Präsidenten kann unter Kremlin authorisation-English.pdf eingesehen werden.“ (Wer es nicht glauben mag, schaut selbst mal nach)

Danke Wladimir¹ Wladimirowitsch Putin. ¹Wladimir = russ. = "groß in seiner Macht"; so wie Wladimir Klitschko, ist Groß und macht alles Klitsch und ko.

Schon etwas Merkwürdig: Putin und Erdoğan verstehen sich sonst nicht so gut.
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8 Kommentare
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Imke Schüring aus Wesel | 04.04.2016 | 12:13  
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Barbara Erdmann aus Gladbeck | 04.04.2016 | 13:42  
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Jochen Menk aus Oberhausen | 04.04.2016 | 13:51  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 04.04.2016 | 14:37  
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Barbara Erdmann aus Gladbeck | 04.04.2016 | 16:24  
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Walli Peters aus Bedburg-Hau | 05.04.2016 | 20:46  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 07.04.2016 | 16:06  
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Barbara Erdmann aus Gladbeck | 07.04.2016 | 21:58  
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