Ungerechte Entlohnung .... Hoch Drei ....

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Man kann nicht zwei Herren dienen ....
Dass wir in diesem Land seit über zehn Jahren so gut wie keine Reallohn-Zuwächse verzeichnen können, ist wahrscheinlich fast jedem Bürger und Wähler bekannt.
Darüberhinaus ist es ein Skandal, welche Jobs mit welcher Bezahlung entlohnt und honoriert werden.

Hier ein Beispiel:

Zu den anstrengensten Berufen gehört die Tätigkeit der Alten- und Krankenpflegerin bzw. des Alten- und Krankenpflegers.

Laut Tarifverordnung des Öffentlichen Dienstes erhält eine Pflegerin bzw. ein Pfleger nach Besoldungsgruppe E 7a etwa 2.133 Euro monatlich - bei einer 40 Stunden-Woche. Durch diese aufopfernde und mehr als anstrengende Arbeit ist es kaum möglich, bis zum Renteneintrittsalter von 67 Jahre aktiv im Dienst zu bleiben. Nach etwa 15 Berufsjahren ist es möglich, ein Bruttomonatseinkommen von ca. 2.900 Euro zu erreichen.

Im Gegensatz hierzu klingt es wie ein Hohn, wenn man sieht, welches Monatseinkommen ein Pfarrer erhält.

Ein etwa 40 Jahre alter Pfarrer wird im allgemeinen nach der Besoldungsgruppe A 13 bezahlt, dies ist im übrigen die Besoldung eines Regierungsrates. Pfarrer mit Sonderaufgaben werden häufig nach A 14 besoldet, dies entspricht dem Einkommen eines Oberregierungsrates.

In Zahlen:
Ein Bischof bekommt knapp 8.000 Euro, ein Erzbischof etwa 10.600 Euro pro Monat.

Bei einem Pfarrer im Normalbereich beläuft sich das monatliche Einkommen auf ca. 5.000 Euro, hinzu zählt man die monatliche Ersparnis für eine Wohnung für etwa 600 Euro. Oftmals erhalten Pfarrer mit Sonderaufgaben höhere Besoldungen.

Neben der Steuer werden lediglich etwa 250 Euro Eigenanteil zur Krankenversicherung fällig, Pfarrer erhalten darüberhinaus Vorzugstarife bei der Kfz-Versicherung, bei der Krankenversicherung und bei sonstigen Versicherungen.

Man kann nicht Gott dienen UND dem Mammon ... so heißt es im Evangelium.

Der Reiche (auch der Einkommensreiche) steht für den Menschen, dessen Herz von der Fixierung auf das Geld besetzt ist. Dies Menschen sind nicht "reich an Gott" ... so stehts im Evangelium nach Lukas 12, 16-21 ...

Ich bin der festen Überzeugung: Jemand, der in der Kranken- und Altenpflege gewissenvoll seine Dienst tut, ist dem Herrn bedeutend näher!
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Bernhard Ternes aus Marl | 05.06.2013 | 13:53  
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