Klaus Conrad leitet Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik

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Die Kinder- und Jugendlichen Ambulanz der LVR Klinik Bedburg-Hau wird seit Mitte März offiziell durch den Kinder- und Jugendpsychotherapeuten Klaus Conrad geleitet.

Der 53-jährige ist bereits seit 2001 in der Kinder- und Jugendabteilung beschäftigt und hat langjährige Erfahrungen in der stationären und vor allem ambulanten Behandlung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Seine Approbation erlangte der Vater dreier Kinder bereits vor 17 Jahren. Bis heute hat er u.a. Weiterbildungen als Familien-, Verhaltens- und Traumatherapeut absolviert und wertvolle Erfahrungen mit Bio- und Neurofeedback gemacht. Seit nun fast 10 Jahren leitet er die Cannabisambulanz für Kinder- und Jugendliche an der LVR-Klinik Bedburg-Hau.

"Unsere Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanz hat in der breiten Bevölkerung eine gute Akzeptanz und wird sehr geschätzt, da wir eine kurze Wartezeit zur ambulanten Versorgung der Kinder haben, erklärt der engagierte Psychotherapeut. Wir behandeln jährlich in der Ambulanz rund 2900 Patientinnen und Patienten im Alter von 3 bis 18 Jahren. Zudem bieten wir schon seit einigen Jahren zahlreiche therapeutische Gruppen an, die eine wichtige Ergänzung der stationären und ambulanten Psychotherapie sind“, so Conrad im Gespräch.
Dazu gehört z.B. die TRuSt Gruppe in der Jugendliche mehr Selbstvertrauen aufbauen können und ihre Unsicherheiten oder Schüchternheiten überwinden lernen. Im Herbst wird zudem ein neues Elterntraining bei ADHS angeboten. Dabei erhalten Eltern Informationen rund um das Thema ADHS und lernen hilfreiche Strategien im oft stressigen Alltag mit den hyperaktiven Kindern kennen.
In der Kleinkinderambulanz wird die Diagnostik und Elternberatung von Kleinkindern angeboten. Derzeit läuft ein ergotherapeutisches Spezial-Elterntraining für Kinder mit auffälligem Sozialverhalten (KES-Elterntraining) an, zu dem noch Anmeldungen entgegen genommen werden.

Die DBT-A-Gruppe (Dialektisch-Behaviorale-Therapie für Adoleszente/Jugendliche) für stationäre und ambulante Teilnehmerinnen und Teilnehmer soll Jugendlichen helfen mit ihren überflutenden Gefühlen, starken Anspannungszuständen oder intensivem Stresserleben klar zu kommen.
In der SMILE-Mädchengruppe erhalten 12-18 jährige Mädchen unter der Leitung einer Ergotherapeutin mehr Selbstwertgefühl indem sie sich unter anderem kreativ mit sich selbst auseinander setzen.

Seit einigen Jahren erfolgreich läuft auch das sogenannte SKT-Training (Soziales Kompetenztraining) in dem 7-11 jährige Kinder lernen ein sicheres Verhalten im Umgang mit anderen zu entwickeln und ihren Platz in der Gruppe zu finden. Seit vielen Jahren bewähren sich auch das therapeutische Reiten und die psychomotorische Interaktionsgruppe für Eltern und Kind. „Neurofeedback spielt in der Behandlung von Kindern mit einer ADHS zunehmend eine bedeutsame Rolle, da es im Ruf steht Medikamente die man unter dem Begriff „Ritalin“ kennt zu reduzieren oder sogar zu ersetzen“, führt Klaus Conrad aus. „In der Klinikambulanz bieten wir es schon seit einigen Jahren an und es erfreut sich reger Nachfrage. Wir wollen, dass prinzipiell jedes Kind von diesem modernen Therapieverfahren profitieren kann und haben ein Konzept entwickelt, das es nun ermöglicht Neurofeedback und andere Biofeedbackverfahren künftig für alle Eltern kostenlos anzubieten“, freut sich der neue Ambulanzleiter. In einem ganz persönlichen Vorgespräch wird geklärt ob und wann das Verfahren im Rahmen der Gesamtbehandlung eingesetzt werden kann.

Die Cannabisambulanz für Kinder-, Jugendliche und junge Erwachsene gibt es bereits seit 10 Jahren. „Es ist erfreulich, dass die Cannabisambulanz für viele Konsumenten zu einer festen Anlaufstelle geworden ist, wenn der Drogenkonsum außer Kontrolle geraten ist oder zu psychischen Problemen geführt hat“, so Conrad.
Nicht zuletzt ist auch die "Trauma-Ambulanz" für Kinder und Jugendliche mit psychotraumatischen Erlebnissen zu einer wichtigen Spezialambulanz geworden, die eine zeitnahe Versorgung sicherstellt und auch Opfer von Gewalttaten nach dem OEG (Opferentschädigungsgesetz) versorgt.

In der Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Bedburg-Hau gibt es somit eine Vielzahl von interessanten Angeboten, die neben der Grundversorgung ein schlüssiges Gesamtangebot darstellen. Der neue Leiter, der in seiner Freizeit gerne Rad fährt und als Segler viel Erfahrung mit der Fahrt selbst durch stürmische Zeiten hat, möchte künftig die Zusammenarbeit mit den Haus-und Kinderärzten noch stärker ausbauen. „Sie sind vielfach die erste Anlaufstelle für betroffene Eltern und daher für uns wichtige und wertvolle Kooperationspartner“, so Conrad abschließend.

Interessenten für die genannten Gruppen, nähere Infos oder Terminanfragen können im Ambulanzbüro unter der Rufnummer 02821/813401 oder 814302 angefragt werden.
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