Fairer Handel contra Profitgier !

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„Menschen sind wichtiger als Profitgier!“ *1 Stimmt, - wer würde dieser Aussage widersprechen wollen?
Doch die Wirklichkeit sagt das Gegenteil: Profit ist das Ziel der globalen Wirtschaftordnung.
Neue Daten zeigen:
Gerade mal acht Männer besitzen zusammen genauso viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung *2
Das ist nicht nur skandalös, sondern eine ungerechte Verteilung, die zum Himmel schreit! Zudem gefährdet diese ungleiche und ungerechte Verteilung der Vermögen den sozialen Frieden.
Das 2. Vatikanische Konzil und Papst Franziskus weisen mit Recht darauf hin, dass es ohne Gerechtigkeit keinen Frieden geben kann. Ähnlich äußert sich Barack Obama 2016 vor der UN-Generalversammlung: „Eine Welt, in der ein Prozent der Menschheit so viel besitzt, wie die verbleibenden 99 Prozent wird niemals stabil sein.“
Es ist auch längst kein Geheimnis mehr, dass global agierende Firmen (z. B. Amazon) auf ihre hier erwirtschafteten Gewinne kaum oder keine Steuern zahlen. „ Steuern sind ein Kostenfaktor. Im Interesse ihrer Anteilseigner strebt BASF …die Reduzierung dieses Kostenfaktors an.“*3

Merkmale des konventionellen Handels sind:
menschenunwürdige Arbeitsbedingungen:
kein Arbeitsschutz z.B. beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder giftigen Stoffen;
Kinderarbeit ist nicht selten;
Zahlung von Niedriglöhnen, von denen die Lohnempfänger und ihre Familien nicht leben können;
Vielfach unbezahlte Überstunden;
keine Gesundheitsvorsorge, kein Krankenschutz;
Verbot von Gewerkschaften;
Landraub: Missachtung der Landnutzungsrechte von Kleinbauern.
Rücksichtslose Ausbeutung der Natur: Überfischung der vorhandenen Fischbestände;
Abholzung des Regenwaldes für Soja- u .Palmölanbau.
Rodung der Regenwälder besonders in Brasilien und Indonesien mit der damit eihergehenden Ausrottung bedrohter Pflanzen- und Tierarten.*4

Merkmale des fairen Handels:
Der Faire Handel sichert den Produzenten ein gerechtes, stabiles Einkommen durch langfristige Verträge, mit fairen Preisen und sorgt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht. Er schafft für benachteiligte Produzenten: Kleinbauern und Kooperativen einen Marktzugang; fördert soziale Einrichtungen (Bau von Schulen und Gesundheitszentren), setzt sich für die politischen Rechter der Arbeiter/Innen ein.
Die Fair-Handels-Organisationen fördern den Umweltschutz und helfen bei der Umstellung auf biologischen Anbau.
Statt des Landraubs finanziert der Faire Handel den Landerwerb für die Kleinbauern und landwirtschaftliche Genossenschaften, um deren Existenz langfristig zu sichern.

Was können Sie tun?
Der Faire Handel ist eine Bewegung, die vom Mitmachen lebt. Sie können also aktiv werden, z.B. durch ehrenamtliche Mitarbeit in einem „Weltladen“.
Noch einfacher ist die Unterstützung durch den Kauf von Waren des täglichen Bedarfs in den „Eine Welt Läden“. Diese bieten eine große Auswahl an fair gehandelten Produkten. Das lohnt sich doppelt:
a) für die Produzenten und b) für Sie als Konsument, denn Sie erhalten Waren von sehr hoher Qualität.-

Initiative für Partnerschaft in der Einen Welt e.V.
Heribert Söns
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*1,*2 Oxfam Newsletter v. 17´.1.2017. 3)www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuerflucht-von-konzernen; *4“Indonesien hat die drittgrößten Regenwälder der Erde doch jedes Jahr werden ca 2 Mio. Hektar abgeholzt, um Palmölplantagen anzulegen oder um an die wertvollen Hölzer zu gelangen. Die Insel Java ist nur noch zu 23% mit Wald bedeckt.“
Aus: Welternährung 1.Quartal 2016, siehe auch www.welternährung.de
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1 Kommentar
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Willi Heuvens aus Kalkar | 04.02.2017 | 18:02  
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