Austauschschülerin Anuja Paingankar ist bei Bergkamener Familie Schauten zu Besuch

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Janine und Justin Schauten haben gemeinsam mit Austauschschülerin Anuja Paingankar (M.) viel Spaß.
Bergkamen: Oberaden |

„Wir sind fast wie Schwestern“, sagen die Bergkamener Schülerin Janine Schauten und Anuja Painganka übereinander. Die Inderin ist bei der Bergkamener Familie zu Besuch, um das Alltagsleben in Deutschland kennenzulernen.

Möglich gemacht hat dies das Deutsche Youth For Understanding Komitee. In ihre Bergkamener Gastfamilie hat sich Anuja schnell eingelebt. „Wir haben so viel gemeinsam, obwohl wir von verschiedenen Seiten der Welt kommen. “, sagt Janine. „Mein Gastbruder Justin ist zwar jünger als ich, aber wir haben uns trotzdem oft unterhalten. Ich finde es süß, dass er mit so viel erklärt“, ergänzt Anuja.

Auf ihren Deutschlandaufenthalt hat sich Anuja gewissenhaft vorbereitet. Seit drei Jahren lernt sie in Indien an der Schule Deutsch. Per Internet und in einem Vorbereitungskurs hat sie sich mit Deutschland vertraut gemacht. Das Meiste war dann auch wie erwartet. Nur eines findet sie etwas befremdlich: „An der Schule gehen die Schüler viel respektloser mit einander und mit den Lehrern um.“ Ungewohnt sind auch die deutschen Schulzeiten: „In Indien gehen wir von 11 bis 16 Uhr zur Schule“, erklärt sie. Mathe und Deutsch gefallen ihr von allen Fächern am Besten. Ihren Lehrer, Herrn Sundermann, findet sie sehr nett.

An die geringe Größe einiger Orte in Deutschland musste sich Anuja erst gewöhnen. „Sie kommt aus der Drei-Millionen-Stadt Pune in der Nähe von Mumbai“, erklärt Janine. „Ich habe unter anderem schon den Kölner Dom und die DASA in Dortmund gesehen“, berichtet Anuja. Auch Museen in Bergkamen hat sie mit ihrer Gastfamilie besucht. „Nordkirchen ist bei uns auf jeden Fall noch Pflichtprogramm“, ergänzt Nicole Schauten. Was Anuja an Deutschland schätzt, sind die großen Wälder, in denen man schön spazierengehen kann. „In Indien ist es riskant, in den Wald zu gehen, da es dort viele Schlangen gibt“. In Deutschland hat sie das erste Mal einen richtig grünen Wald erlebt.

Anderthalb Monate war Anuja in Bergkamen zu Besuch. Der Abschied von ihrer Gastfamilie fällt beiden Seiten sehr schwer. Aber es gibt Aussichten auf ein Wiedersehen: „Im Winter ist Anuja in Norddeutschland. Sollte es dort um Weihnachten herum keinen Schnee geben, ist schon fest geplant, dass sie uns für einige Tage besuchen kommt“, sagt Nicole Schauten.

Deutsch kann Anuja auch später noch gebrauchen. „Ich möchte später im internationalen Management arbeiten. Dabei möchte ich auf jeden Fall meine Deutschkenntnisse nutzen“, erzählt Anuja, die hervorragend Deutsch spricht. Janine Schauten ist übrigens auch schon auf den Geschmack gekommen. „Vielleicht gehe ich mal als Austauschschülerin nach Neuseeland oder Grönland“, überlegt sie.
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