„Der Austausch ist wichtig“ - Für Bergkamens Bürgermeister Schäfer sind soziale Medien bürgernahe Kommunikation

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Ein Bürgermeister, viele Gesichter - aber immer die Bürgernähe im Blick: Bergkamens Stadtoberhaupt Roland Schäfer privat bei der Ice Bucket Challenge. (Foto: Roland Schäfer)
 
Ein Bürgermeister, viele Gesichter - aber immer die Bürgernähe im Blick: Bergkamens Stadtoberhaupt Roland Schäfer mit Amtskette. (Foto: Stadt Bergkamen)
Bergkamen: Bergkamen |

Roland Schäfer ist für seine Gespräche mit Bürgern auf öffentlichen Plätzen bekannt und man trifft ihn regelmäßig als Praktikant in verschiedenen Arbeitsbereichen des öffentlichen Lebens. Im Internet ist er privat und beruflich präsent, ohne dabei eine Rolle zu spielen. Wir fragen Schäfer nach seiner Meinung zum Zusammenhang von Social Media in der Lokalpolitik.

Der 66jährige Politiker ist in der Nutzung von zeitgemäßen Kommunikationsmitteln vielen Kommunen vorraus und sieht Social-Media-Kanäle „als eine nicht mehr weg zu denkende Ergänzung und neue Möglichkeit der Information, des Meinungsaustausches und der Partizipation“.
Dabei ist es auch die Art und Weise, wie der Bürger den studierten Rechtswissenschaftler im Netz antreffen kann. Neben Pflege der Stadt-Internetauftritte auf eigener Homepage und Facebook ist Roland Schäfer auch mit privater Internetseite sowie auf Facebook unterwegs.

Authentisch und nah

Der Bürgermeister ergänzt: „Die Einträge bei Facebook lese ich mehr oder weniger regelmäßig. Gelegentlich schalte ich mich auch in eine Diskussion ein, wenn ein städtisches Thema kommentiert wird. Auf direkte Anfragen oder Nachrichten bei Facebook reagiere ich natürlich ebenso direkt wie auf Mails oder auf die - eher seltenen - Eintragungen im Gästebuch oder in den Kontaktformularen meiner Homepage.“
Als Vorteil solcher Medien wertet Schäfer „sehr schnelle und einfache Informationsweitergabe, Kommentierung und Diskussion von aktuellen Ereignissen und Fragen“. Am liebsten würde der bereits vier mal wiedergewählte Bürgermeister noch weiter gehen, möchte die verschiedenen Internet-Plattformen noch mehr vernetzt wissen, denkt über das Twittern nach und setzt der Schnelllebigkeit von Postings seine selber programmierte Internetseite zur Seite.

Homepage und Facebook in eigener und persönlicher Betreuung

„Im Vorfeld der ersten Bürgermeister-Direktwahl habe ich im September 1998 meine private Homepage online gestellt. Die Seiten hatte ich mit Hilfe der Broschüre „HTML für Dummies“ gefertigt. Bis heute kümmere ich mich um die Homepage alleine. Das heißt, niemand hilft mir dabei, keine politische Partei, kein städtischer Bediensteter und keine Internetfirma. Nach meinem Wissen bin ich wohl der einzige Bürgermeister der Bundesrepublik der eine umfangreiche, komplett selbst erstellte und alleine gepflegte Internetpräsenz besitzt. Meinen Facebook-Account habe seit August 2012 und betreue ihn bis heute ebenfalls alleine.“
So viel Dialog benötigt Zeit und Leidenschaft für den Dialog als demokratischen Grundbaustein. Auch wenn dies zunächst nichts über die Qualität der kommunizierten Inhalte aussagt. Roland Schäfer bewegt, so viel steht fest.

Noch nicht am Ende - Dialog muss noch weiter gehen

Ein Bremsen kommt nicht in Frage: „An eine Reduzierung denkt niemand. Wir wollen eine Weiterentwicklung in Richtung interaktive Verwaltung. Die Bürgerschaft soll nach dem Motto „Die Daten sollen laufen, nicht der Bürger“ verstärkt die Möglichkeit erhalten, auf Wunsch Verwaltungsangelegenheiten auch über das Internet von zu Hause aus zu erledigen. Für die Stadt könnte eventuell in Zukunft zusätzlich ein Instagramm-Account sinnvoll sein, um Fotos aus und über die Stadt an einer zentralen Stelle präsentieren zu können.
Aber der Verwaltungschef kann nicht alles alleine. „Die Homepage und die Facebook-Präsenz der Stadt Bergkamen sind zwar durch mich angeregt worden, werden aber nicht von mir sondern von der Stadtmarketing-Abteilung der Stadtverwaltung betreut“, sagt Schäfer.

Roland Schäfer: "Nichts gegen klassische Pressearbeit, aber die Beziehung zu den Bürgern im Internet darf nicht vergessen werden, in beide Richtungen"

Schäfer blickt weiter in die Zukunft von sozialen Medien in der Lokalpolitik und meint: "Die neuen Medien sind inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil der
öffentlichen Kommunikation zwischen Bürgerschaft und Politik geworden, ohne
dabei die bisherigen Kommunikationsmöglichkeiten verdrängt zu haben. Für
die Politik aller Ebenen - von der EU über den Bund und das Land bis zur
Lokalpolitik - sind die neuen sozialen Medien heutzutage ein Muss, um
einerseits aktuell über politische Ziele und Inhalte informieren zu können
und andererseits eine zeitnahe Reaktion und Rückmeldung aus der
Öffentlichkeit zu erhalten. Werden die Möglichkeiten des gegenseitigen
Austausches und des Dialogs von der Politik Ernst genommen, bringt dies die
Chance, Bürgernähe und bürgerorientierte Politik deutlich zu verbessern.
Zugleich ermöglichen die neuen Medien auch neue Formen der Partizipation,
d.h. der Beteiligung der Bürgerschaft an der politischen Meinungs- und
Willensbildung sowie der Entscheidungsfindung."
Abschließend relativiert einer der wohl am meisten auf Augenhöhe der Bürger agierende Politiker des Landes: „Nicht zu vergessen: das direkte persönliche Gespräch, dass ist für mich - trotz aller elektronischen Medien - die wichtigste Kommunikationsform mit den Menschen unserer Stadt und das bleibt auch so!"

Bürgermeister Roland Schäfer online:
http://www.schaefer-bergkamen.de/homepage.htm
http://www.roland-schaefer.de/privat.htm
https://www.facebook.com/roland.schafer

Die Stadt Bergkamen online:
http://www.bergkamen.de/startseite.html
https://www.facebook.com/stadtverwaltungbergkamen
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